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Von sprechenden Taschentüchern und echter Magie

SCHWERTE Das laute Gezeter erreicht auch die letzten Reihen des Publikums. Der Mann im Anzug versucht verzweifelt, eine Melodie auf der Flöte zu spielen, doch das kleine weiße Kaninchen lässt ihm einfach keine Chance – und die Zuschauer brüllen vor Lachen. Der bemitleidenswerte Mann auf der Bühne heißt Frank Rossi, Bauchredner, Komiker und einer der beiden „Wunderknaben“, die am Samstagabend in der Rohrmeisterei ihre „Texte, Tricks und Träumereien“ präsentierten.

von Von Carolin Höher

, 25.02.2008

Rossi personifiziert alltägliche Gegenstände, leiht ihnen seine Stimme und haucht ihnen Leben ein. Sei es ein Paar Socken, die zu einem skrupellosen Managerpapagei mit Mafiosostimme mutieren, ein schüchternes Kind aus einem Jackettärmel, oder ein weißes Kaninchen aus einem alten Küchentuch, das ununterbrochen nach Ananas verlangt und es dem Imitationskünstler sichtlich schwer macht, sein Programm durchzuziehen. Sprechende Taschentücher Von sprechenden Tischtüchern ist es nicht mehr weit zu „echter“ Magie, die Bert Rex dem Publikum nahezu entgegenschleudert. Mit viel Humor und sympathischem Dialekt lässt der Zauberer „Boomerangkarten“ verschwinden, flickt zerschnittene Seile und zähmt wilde Gelbfederboas. Statt die klassischen Kartentricks und „Münzen-hinterm-Ohr“ Spielchen herunterzurattern, bindet er das Publikum aktiv mit ein. Und geht ein Trick mal zu schnell, so wiederholt Rex in gern noch mal in „Slow-Motion“ – was bei den Zuschauern Lachtränen hervorruft.Keine Zeit zum Luftholen Doch auch im Team lassen die beiden Künstler dem Publikum keine Zeit zum Luftholen: Als Karlchen mit runder Brille und Matrosenanzug wird Bert Rex selbst zur Bauchrednerpuppe seines Kollegen. Mit dem Klassiker „Alles was du kannst, das kann ich viel besser!“ aus „Anni got your Gun“ gibt Rossi nun auch dem Zauberer seine Stimme und verblüfft mit zweistimmigem Gesang aus einer Kehle. Rundum gelungene Show Knapp zwei Stunden lang unterhalten die beiden das Publikum, machen gewöhnliche Zuschauer zu Entfesslungskünstlern, brechen Sprachbarrieren (eine Kambodschanerin wird zur „reizenden Assistentin“) und machen Uri Gellers Löffelbiegen Konkurrenz. Dröhnender Applaus vom begeisterten Publikum belohnt diese geniale, rundum gelungene Show. Hoffentlich finden sich die beiden „Wunderknaben“ auch noch ein drittes Mal in Schwerte wieder.

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