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Westhofens Männer rüsten sich für Sup Peiter

WESTHOFEN Der höchste Feiertag für die Westhofener Männerwelt rückt näher: Am kommenden Samstag ist Sup Peiter. Traditionell war der Ausrufer am Wochenende vorher schon unterwegs. Der alte Sup Peiter Brauch reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück.

von Ruhr Nachrichten

, 17.02.2008

Graf Engelbert II. von der Mark hatte Westhofen 1324 mit den Rechten einer „Freyheit“ ausgestattet. Dazu gehörte neben dem Recht, einen Bürgermeister und zwei Ratsleute zu wählen, Steuern einzuziehen und einen Gerichtstag abzuhalten, auch die Erlaubnis, den Ort mit Wallgräben Mauern und Toren zu befestigen. Älteste Eintragung stammt von 1634 Mit der ältesten noch erhaltenen Eintragung beginnt das Bürgerbuch im Jahr 1634. Ein Text von 1641 nennt den Peterstag am 22. Februar, als Tag der Bürgermeister- und Ratswahlen. Jedes der drei Schichte stellte Wahlmänner, sogenannte „Churherren“, die den Bürgermeister wählten.1714 wurden die Pflichten und Gewohnheiten der Wahlen genauer gefasst, der 22. Februar als Termin der Wahlen und Jahresrechnung blieb unverändert. Von Bedeutung war an dem Tag auch das Gewinnen des Bürgerrechts durch die erwachsenen Bürgersöhne und durch zugezogene Männer. Nach ihrer Vereidigung durch den Bürgermeister wurden die Namen in das Bürgerbuch eingetragen. Nach getaner Arbeit folgte die Einladung aller Teilnehmer zur „Petri-Zeche“.Petri-Zeche blieb erhalten 1723 wurde der Freiheit Westhofen von der preußischen Regierung das Recht der freien Ratswahl entzogen, die Bürgermeister wurden fortan von Berlin eingesetzt. Die „Petri-Zeche“ aber ließen sich die Nachbarn nicht nehmen. Entschlossen hielten sie am 22. Februar bzw. am passenden naheliegenden Samstag fest. An die Stelle des Bürgermeisters traten die Schräpper der Nachbarschaften, sie setzten die Aufnahme von Bürgersöhnen und Neubürgern fort und nahmen dabei auch Winngelder ein. Aus der Petri-Zeche wurde der Sup-Peiter – das Bier floss begleitet vom fröhlichen „Schrapp Tau“. Die Rechte waren verloren, doch ein Brauchtum neu geboren. Nachbarschaften feiern getrennt Am Samstag, den 23. Februar, kommen um 20 Uhr die drei Nachbarschaften zur Traditionsfeier „Sup-Peiter“ zusammen .Die Westliche Nachbarschaft feiert im evangelischen Gemeindehaus, die Niederste im Gemeinschaftsraum der Feuerwehr am Meinerweg und die Östliche im katholischen Gemeindehaus. 

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