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Angeklagter bestreitet Internet-Betrug

SELM Wegen umfangreicher Internetbetrügereien muss sich ein 25-jähriger Selmer vor dem Schöffengericht in Lünen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Selmer vor, im November und Dezember 2006 in Selm eine PlayStation und mehrere Handys über eBay im Internet zum Kauf angeboten, die Bieterpreise kassiert, aber nie geliefert zu haben. Den Geschädigten soll ein Schaden von rund 2 000 Euro entstanden sein.

von Von Heinz Greve

, 20.02.2008
Angeklagter bestreitet Internet-Betrug

750 Euro muss der verurteilte Stiefvater zahlen.

In der Hauptverhandlung ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger erklären, dass er die Taten bestreite. Im Oktober 2006 sei ihm die Geldbörse mit Ausweis und Scheckkarte entwendet worden oder bei einem Umzug in Verlust geraten. Eingegangenes Geld durch Zufall bemerkt Offenbar habe der Dieb oder Finder auf dem Namen des Angeklagten PlayStation und Handys im Internet angeboten. Erst als erboste Käufer bei ihm, dem Angeklagten, angerufen hätten, habe er von dem Betrügereien erfahren. Er sei völlig überrascht gewesen. Von den auf seinem Konto bei der Volksbank Selm eingegangenen Geldern habe er erst im Dezember bei einem Besuch seiner Bank erfahren.

Von dieser Sachdarstellung war das Gericht offensichtlich überrascht. Es war offenbar von einem Geständnis des Angeklagten ausgegangen und hatte keine Zeugen geladen.

Weitere Ermittlungen

Da sich nach Aktenlage der Sachverhalt völlig anders darstellte, vertagte sich das Gericht. Es will weitere Ermittlungen durchführen lassen und dann einen neuen Termin anberaumen.

Für den Angeklagten steht in diesem Verfahren einiges auf dem Spiel. Im Falle einer Verurteilung muss er mit dem Widerruf einer bereits zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe rechnen.

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