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Das Greven-Fiasko des Bürgermeisters bleibt präsent

SELM Was halten Sie davon, dass Jörg Hußmann eventuell bei der Bürgermeisterwahl 2009 erneut antreten will? Spontan und natürlich nicht repräsentativ befragten wir dazu am Mittwoch Bürger in allen drei Ortsteilen.

von Von Matthias Münch

, 20.02.2008

Der Tenor der Antworten: Seine Bürgermeister-Kandidatur im vergangenen Jahr in Greven hängt Jörg Hußmann nach. Deshalb haben die meisten der befragten Bürger kein Vertrauen mehr zu ihm, auch wenn sie seine Politik im Prinzip befürworten. Hier einige Beispiele:

"Er wollte nach Greven gehen. Das hat bekanntlich nicht geklappt", sagt Jürgen Schulzaus Cappenberg. "Nun wieder in Selm anzutreten, fände ich unmöglich."

Manuela Böcker (Cappenberg) meint: "Erst will er nach Selm ziehen. Dann kandidiert er in Greven. Das ging in die Hose. Wenn er nun wieder hier kandidiert, dann schießt er wirklich den Vogel ab."

Egbert Baldus (Cappenberg) erklärt: "Herr Hußmann verdient Respekt für sein Selbstvertrauen, sollte er noch einmal kandidieren. Aber das Ganze hat auch etwas mit Vertrauen zu tun. Und das fehlt nach dem Scheitern in Greven."

Positiv äußert sich der Borker Andreas Wittkamp : "Ich finde es richtig, wenn er noch mal antritt. Herr Hußmann macht gute Politik. Auch seine Devise, die Interessen der Bürger vor die Partei zu stellen, ist in Ordnung."

Als "den größten Quatsch des Jahrhunderts" bezeichnet dagegen die Borkerin Annemarie Zimmermann eine eventuelle Neukandidatur des Bürgermeisters: "Erst will er weg und nun wieder zurück. Das geht doch nicht."

Ähnlich denkt auch der Borker Dr. Volker Schmidt : "Wer schon einmal abwandern wollte, sollte dann nicht auf einmal verlängern. Bei der nächsten Chance ist er dann doch weg."

Der Selmer Rentner Werner Rostek stellt fest: "Herr Hußmann hat sich ja mit seiner eigenen Partei mächtig in der Wolle. Er wird wohl in Selm keine Chance mehr haben, weil er sich das Ding mit Greven geleistet hat."

Lothar Breuer aus Selm meint: "Hören Sie bloß auf. Als er nach Greven wollte, hat er die Selmer verraten. So einen können wir hier nicht gebrauchen."

"Es ist gut, dass er die Bürger vor die Partei stellt", sagt die Selmerin Diana Gorzka : "Ich habe bei der Kommunalwahl für Herrn Hußmann gestimmt. Aber ich würde ihn nicht noch einmal wählen, weil die Sache mit Greven nicht in Ordnung war."

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