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Ersatzstraße weiter ungewiss

SELM „Den Koffer mit dem Geld für den Eigenanteil habe ich nicht mitgebracht!“ Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG), begann mit einem lockeren Spruch.

von Von Malte Woesmann

, 07.02.2008

Was er in der Folge aber gestern den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung auftischte, war keinesfalls nach deren Geschmack. Dannebom sollte berichten, in wieweit die WFG Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung des Eigenanteils für den Bau der Ersatzstraße Buddenberg sieht. „Ein solches Konzept bedarf der Zustimmung der Kommunalaufsicht“, so Dannebom.

Versuchen, den Anteil des Landes zu erhöhen Die würde aber in der jetzigen Haushaltssituation der Stadt Selm einem solchen Geschäft nicht zustimmen. Dannebom wies auf ein ähnliches Geschäft der WFG mit der Stadt Werne hin, wo die WFG als Vorfinanzierer in die Bresche sprang. Hier könne man, so Dannebom, jedoch keine Parallelen ziehen. „In Selm ist die Ersatzstraße eine städtische Straße, in Werne war dies anders.“ Als Alternative, den Eigenanteil zu senken, brachte er zwei Möglichkeiten ins Gespräch. Zum einen solle die Stadt Selm durch Verhandlungen versuchen, den Anteil des Landes an der Gesamtfinanzierung zu erhöhen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzte 7,9 Millionen Euro. Davon müsste die Stadt 2,1 Millionen selber tragen. „Wenn das Land aber 90 Prozent der Kosten übernehmen würde, sehe das Bild schon anders aus“, so Dannebom.Spenden von Bürgern und Unternehmen sammeln Einen weiteren Weg wies er aus der Erfahrung in Werne auf. Dort waren Spenden von Bürgern und Unternehmen gesammelt worden, die immerhin 130 000 Euro einbrachten. Die WFG, das machte Dannebom klar, könne nicht den Selmer Eigenanteil übernehmen. Die Ausschussmitglieder gaben ihre Hoffnung auf eine Realisierung der Ersatzstraße nicht auf. „Die Straße wäre ein Aushängeschild für die Stadt“, betonte Michael Zolda (CDU). Dem pflichtete SPD-Ratsherr Christian Kurek bei. „Wir waren in den letzten Jahren immer benachteiligt. Die Straße wird sich bezahlt machen, sonst gehen hier bald die Lichter aus!“ In einem Gespräch mit dem Landrat am 18. Februar soll über Alternativen gesprochen werden. Dem SPD-Antrag, Gespräche mit der WFG über eine Finanzierung aufzunehmen, stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

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