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Es wurde einfach mal Zeit!

Erste Capeller Schützenkönigin Gerlinde Mertens blickt auf Amtszeit zurück

23.05.2007

Majestät, sind Sie stolz auf Ihre Vorreiterrolle bei den Capeller Bürgerschützen? Mertens: Das hat mit Stolz nichts zu tun. Es wurde einfach mal Zeit. Seit wann dürfen Frauen bei den Capeller Bürgerschützen Mitglied werden? Mertens: Unsere Satzung war dafür immer schon offen. Und wer Mitglied ist, darf auch schießen. Unser ältestes weibliches Mitglied Änne Schlierkamp ist 97 Jahre alt. Sie trat 1975 ein. Die Zweitälteste ist Regina Steffens mit 74 Jahren. Sie ist seit 1976 dabei. Beide waren Vereinswirtinnen. Und wann kamen mehr Frauen hinzu? Mertens: Der Durchbruch war 1997 beim Frühschoppen. Die Frauen plädierten für zwei Tage gute Musik bei den Festen. Die Männer entgegneten, dies sei teuer. Also dachten wir uns: Daran soll es nicht scheitern. Am Pfingstmontag traten 32 Frauen ein, um den Verein auch mit ihren Mitgliedsbeiträgen zu unterstützen. Mittlerweile sind es mehr als 70. Wie ging es dann weiter? Mertens: Als wir Beiträge zahlten, wollten wir auch Biermarken haben. Die Männer sagten: Die gibt es nur beim Antreten. Also brauchten wir Uniformen und entschieden uns für weiße Blusen, schwarze Hosen und grüne Westen. Beim Ausmarsch 1998 sind wir dann zum ersten Mal angetreten. Und seitdem Frauen dabei sind, treten auch wieder mehr Männer an. Welche Frau hat dann zum ersten Mal als echte Kandidatin auf den Vogel geschossen? Mertens: Das war ich vor zwei Jahren, am Schluss gegen Martin Schulze Kersting und meinen eigenen Mann. Wie war das Gefühl, als der Rest des Vogels fiel? Mertens: Mein Mann hat immer gesagt: Wenn man unter dem Vogel steht, will man ihn auch treffen. Das war tatsächlich so. Und es war toll. Auch alles, was hinterher kam, war perfekt organisiert. Da steht man im Mittelpunkt und muss sich um nichts kümmern. Wie waren Ihre Gastauftritte als Königin? Mertens: Wir waren in Nordkirchen, Südkirchen und in Holthausen-Schmintrup. Manche dort waren überrascht. Aber wir sind positiv aufgenommen worden. Waren Sie mit Ihrem Prinzgemahl zufrieden? Mertens: Absolut zufrieden. Als Vereinsvorsitzender weiß mein Mann ja über alles Bescheid. Und unsere Familien waren beim Festball mit Begeisterung dabei.

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