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Freundin der Tochter missbraucht - Sechs Monate auf Bewährung

SELM Zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilte das Jugendschöffengericht in Lünen in seiner Funktion als Jugendschutzgericht einen 47-jährigen Selmer wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

von Von Heinrich Greve

, 29.02.2008

 Die Freiheitsstrafe wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte den Selmer angeklagt, sich im Spätsommer 2001 in Selm an einem damals neunjährigen Mädchen vergangen zu haben.

Das vom Angeklagten missbrauchte Mädchen war mit seiner Tochter befreundet. Deshalb kam es auch des Öfteren zu dem Angeklagten ins Haus. Als beide Mädchen auf dem Schoß des Angeklagten vor einem Computer saßen, fasste er der Freundin seiner Tochter in die Hose und manipulierte an deren Geschlechtsteil. Erst viel später vertraute sich das missbrauchte Mädchen ihren Eltern an. Es kam zum Bruch in den Freundschaften und zur Anzeige; der Angeklagte war auch mit den Eltern befreundet.

Umfangreiches Geständnis

In der Hauptverhandlung legte der Angeklagte ein umfangreiches Geständnis ab. Er bereute die Tat zutiefst. Diesem Umstand hat der Angeklagte auch das relativ milde Urteil zu verdanken. Das Gericht wertete auch strafmildernd, dass der Angeklagte es dem Mädchen erspart habe, vor Gericht als Zeugin aussagen zu müssen.

Die Bewährungszeit für den Angeklagten beträgt zwei Jahre. Als Bewährungsauflagen hat der Angeklagte unter anderem im Rahmen des "Täter-Opfer-Ausgleichs" 800 Euro an das geschädigte Mädchen und 800 Euro an eine gemeinnützige Organisation zu zahlen.

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