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Kindern muss dringend geholfen werden

SELM " Die Probleme bei der Beschulung in Förderschulen behinderter Kinder aus Selm müssen gelöst werden", fordert der Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CDU Hubert Hüppe. Einige Selmer Familien hatten Hüppe um Hilfe gebeten. Hubert Hüppe schickt nun einen offenen Brief an Verantwortliche im Kreis Unna und in der Stadt Selm

25.02.2008
Kindern muss dringend geholfen werden

CDU-MdB Hubert Hüppe setzte sich für die behinderten Kinder ein.

Er  stellt  fest: "Die bislang geübte Praxis ist für die Kinder und ihre Familien nicht zumutbar."

Zu langer Schulweg

In einem offenen Brief an den Landrat des Kreises Unna Michael Makiolla, den Bürgermeister der Stadt Selm Jörg Hußmann sowie an alle Unnaer Kreistagsfraktionen und die Selmer Ratsfraktionen schreibt Hüppe: "Ich hoffe, dass sich die Verantwortlichen des Problems ernsthaft annehmen und bereit sind, eine Lösung im Interesse der Kinder zu finden."

Die zum Teil erst sechsjährigen Selmer Kinder mit einer körperlichen Behinderung müssen täglich ca. 70 Minuten pro Weg in eine Förderschule nach Herten gefahren werden, obwohl es in Nordkirchen (Kreis Coesfeld) und somit in unmittelbarer Nähe von Selm, die Maximilian-Kolbe-Schule für Kinder mit Behinderungen gibt.

Die Maxi-Kolbe-Schule nimmt keine Kinder aus dem Kreis Unna mehr auf, da der Kreis Unna sich an den Betriebs- und Investitionskosten für Schüler aus seinem Bereich nicht beteiligt. Generell würde die Maxi-Schule aber auch Kinder aus dem Kreis Unna beschulen, wenn der sich an den Kosten beteiligt. Eine ähnliche Regelung existiert zwischen der Schule und dem Kreis Coesfeld.

Die täglichen langen Fahrten haben zur Folge, dass die Kinder immer erst sehr spät zu Hause sind. Aus diesem Grund können sie nur an den Wochenenden mit den Kindern aus der Nachbarschaft spielen. Dies erschwere ihre Integration in ihrem Umfeld, so der Bundestagsabgeordnete. Zusätzlich gebe es auch einen finanziellen Aspekt.

Geld wird für weite Fahrten verplempert

"Es erweckt den Eindruck, dass jeder Träger bemüht ist, die Kosten auf einen anderen Träger abzuwälzen. Dabei werden die Interessen der Kinder nachrangig beachtet", erklärt Hüppe, der in seiner Bundestagsfraktion die Funktion des Behindertenbeauftragten inne hat. Die Beschulung der Kinder in der weit entfernten Schule koste die öffentlichen Kassen viel Geld, da nicht nur die Betriebs- und Investitionskosten der Förderschulen bezahlt werden müssen, sondern ebenfalls die Kosten für die täglichen Schulfahrten der Kinder.

"Ich hoffe, dass das Schulproblem für alle Selmer Kinder, die nach Nordkirchen wollen, vor Beginn des neuen Schuljahres politisch gelöst wird. Die Interessen der Kinder und nicht die Verwaltungsgrenzen und Kostentöpfe müssen bei der Suche nach Lösungen im Vordergrund stehen", fordert Hüppe.

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