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Ludgerischule schnitt bei Qualitätsanalyse gut ab

SELM 13 Mal eine "Vier", für Schüler sicherlich kein gutes Zeugnis. Für die Ludgerischule allerdings ein hervorragendes Ergebnis im Rahmen einer Qualitätsanalyse. Ein Vier ist nämlich das beste Ergebnis.

von Von Theo Wolters

, 15.02.2008

Über 50 Prozent aller Bereiche wurden von einer Kommission der Bezirksregierung mit "Vier" benotet. Eine "Vier" steht für vorbildlich und gut. Einmal erhielt die Schule eine "Zwei", dies heißt eher schwach als stark. Alle anderen Bereiche wurden mit "Drei" - stark - bewertet. Schulleiterin Nicole Essing ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Vorbildliche und gute Bereiche

Mit vorbildlich und gut wurden unter anderem folgenden Bereiche bewertet: Lebensraum Schule, soziales Klima, außerschulische Kooperation, Führungsverantwortung der Schulleitung, Schülerbetreuung, individuelle Förderung und unterstützung, Lernumgebung und Lernatmosphäre sowie das schulinterne Curriculum.

Alle Grundschulen müssen sich dieser Qualitätsanalyse unterziehen. Die Ludgerischule erhielt als erste Selmer Grundschule Besuch von der Kommission. "Im Vorfeld habe ich schon gedacht, warum, doch möchte ich die Erfahrungen nun nicht missen", so Nicole Essing. Man habe nicht nur erfahren, wo man gut sei, sondern auch Schwächen aufgezeigt bekommen. "Die Analyse hat auch unser Kollegium noch stärker zusammenwachsen lassen."

Schwäche beim Leistungskonzept

Eine Schwäche war der Bereich Leistungskonzept, Leistungsanforderung und -bewertung. Hierfür erhielt man nur die Einstufung "Zwei". "Wir sind schon dabei, ein einheitliches Leistungsschema aufzubauen", so die Schulleiterin, die mit dieser Bewertung wohl auch gerechnet hatte. Doch benötige man für ein neues Konzept noch etwas Zeit.

Mit "Drei" wurde die Ausstattung und die Gestaltung des Schulgebäudes bewertet. "Diese Bewertung setzt sich aus einer 4 für die Ausstattung, aber einer zwei für den Gebäudezustand zusammen." Bemängelt wurde von der Kommission besonders der Zustand der Toiletten.

Zustand der Toiletten bemängelt

Auch die Lärmbelästigung im Haus, zum Beispiel für die unter dem Mehrzweckraum liegenden Klassen, machte sich negativ bemerkbar. "Bei den Toiletten störte die Kommission unter anderem der Geruch und die schlechte Beleuchtung." Doch diesen Zustand kann Nicole Essing mit ihrem Kollegium nicht verbessern. Hier ist die Stadt als Schulträger gefragt.

Drei Monate vorher erhielt Nicole Essing von der Bezirksregierung Bescheid, dass die Analyse an ihrer Schule bevor stehe. Es gab ein Vorgespräch mit der Schulleitung und dem gesamten Kollegium. In Begleitung eines Vertreters des Schulträgers schaute sich die Kommission das gesamte Gebäude an.

Der Mittelpunkt der Analyse fand dann vom 22. bis zum 24. Januar statt. An diesen Tagen war die Kommission ganztägig im Haus. In allen Klassen und in allen Fächern wurde der Unterricht unangemeldet beobachtet.

Gespräche mit Eltern und Schülern

Zudem gab es Gespräche mit den Eltern, mit den Schülern, dem Kollegium und auch mit den Mitarbeitern wie Hausmeister, Sekretärin und den Kräften der Offenen Ganztagsschule. "So wurde viel Material gesammelt und sofort in ein Computerprogramm eingegeben", so die Schulleiterin. Bereits nach drei Tagen erhielt die Schulleitung eine erste Rückmeldung. Nun liegt ein 60-seitiger Bericht vor, den auch der Schulträger erhalten hat.

Nicole Essing und ihr Kollegium werden nun an den Schwachpunkten arbeiten und versuchen, möglichst weitere "Vieren" zu erhalten. Dafür hat man aber Zeit, denn die Qualitätsanalyse ist nur alle vier bis fünf Jahren vorgesehen.

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