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Maßnahmenpaket zum Zwölf-Jahre-Abitur kommt beim SGS nicht an

SELM Zwölf Jahre Abitur - in NRW Fakt, aber mit Kritik von Schülern, Eltern und Lehrern behaftet. Jetzt haben sich Verbände und Schulministerium auf ein Maßnahmepaket geeinigt. Für Ulrich Walter, Schulleiter des Gymnasiums Selm, ist das noch viel zu wenig.

von Von Arne Niehörster

, 12.02.2008

"Das Paket soll all das regeln, was bei uns am Städtischen Gymnasium Selm selbstverständlich ist. Aber alles was nicht selbstverständlich ist, regelt das Paket nicht", kann Ulrich Walter der Maßnahme nur wenig abgewinnen.Nur Selbstverständlichkeiten im Paket

Klausuren am Nachmittag, nur einmal Unterricht am Nachmittag für die 5. und 6. Klassen, zweimal für die Jahrgansstufen 7. und 8. - das wurde am SGS schon immer berücksichtigt, seit der Einführung des Zwölf-Jahre-Abiturs vor drei Jahren.

Walter: "Nicht berücksichtigt wird, dass die Gymnasien durch die Verdichtung des Stundenplans mehr und mehr die Formen eines Ganztages einnehmen. Aber wir haben die Pflicht zu unterrichten." Hausaufgaben-Betreuung oder kleine Arbeitsgruppen am Nachmittag gebe es am Gymnasium nicht.

Andere Personalstrukturen und Übermittagsbetreuung mit Essen

"Ganztagsstrukturen verlangen andere Personalstrukturen", sagt der SGS-Rektor und vermisst die finanzielle Unterstützung im geschnürten Maßnahmepaket. Dazu kommt die Übermittagsbetreuung, eine längere Pause vor dem Nachmittagsunterricht inklusive Mittagessen.

"Da brauchen wir erstmal Erfahrungswerte in Sachen Bedarf. 25 Mittagessen könnte etwa die Overbergschule für uns zusätzlich anbieten", hat sich Walter bereits informiert. Besteht größerer Bedarf, müsste der "Lieferservice" mit 2,50 Euro pro Person bestellt werden. Walter: "Gut für die Kinder, dass wir unser Schüler-Café haben. Da können sie sich mit kleinen Snacks versorgen."

Dem Schulleiter erscheint das Paket nicht gut geschnürt, getreu dem Motto: "Die Schulleitung vor Ort wird's schon richten. Und die Eltern auch, die wollen ja nur das Beste für ihre Kinder." Die Gymnasien bräuchten eine standortbezogene Lösung, keine Regelung von Selbstverständlichkeiten.

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