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Matinée zum 25-jährigen Bestehen der Sonnenkinder

SELM Ob das was wird für "Maestro Simon" als künftigen Dirigenten bei den Selmer "Sonnenkindern"? Wohl kaum, denn der kleine Musikus stand zwar schon in entsprechenden Pose vor dem Chor, er wird aber noch viele Jährchen warten müssen. "Ich mache weiter", sagte Chorleiter und -gründer Hans W. Schumacher am Sonntag auf der Matinée der Sonnenkinder zu deren 25-jährigen Bestehen.

von Von Antje Pflips

, 17.02.2008

"Ich habe in den vielen Jahren viel gelernt und viel bekommen", beschrieb Schumacher die Arbeit mit Kindern. Er würde sich heute noch darüber ärgern, betonte er, nicht schon früher damit angefangen zu haben. Mehrere Ordner mit Artikeln über seine vier Chöre, dem Vor- und Aufbauchor, dem Hauptchor und Jugendchor füllten seine Regale. In ihnen wurden all die vielen Auftritte, Konzerte und Fahrten festgehalten, die die Chöre im Laufe ihres Bestehens absolvierten.

Unvergessen: Romreise mit Papstaudienz

Ob es nun in der Westfalenhalle vor 5000 Zuschauern oder Fernsehauftritte waren, die Vorbereitungen dazu bedeuteten etliche Probenstunden. Als bekennender BVB-Fan gibt es auch die BVB-Kids der Sonnenkinder, die bereits 15 Mal im Stadion aufgetreten sind. "Wenn Borussia Dortmund so gut spielte wie wir singen, stünde sie in der Tabelle besser da", rügte Schumacher seine Lieblingself.

Unvergessen seien die Fahrten nach Rom gewesen mit Papstaudienz. Bedauernd erwähnte Schumacher, dass der einst größte Kinderchor in Nordrhein-Westfalen einer großen Fluktuation ausgesetzt sei. Es sei heutzutage schwierig, die Kinder für das Singen zu begeistern, sagte er und fügte hinzu "Kinder, die singen, entwickeln sich positiver."

Schumacher vermisste die Stadtspitze

Viele Dankesworte wurden auf der Matinée ausgesprochen, besonders die für finanzielle Unterstützung.

Als Kulturförderpreisträger hätten die Sonnenkinder jedoch laut Schumacher mehr von der Stadt Selm erwartet. Er vermisse bei der Matinée auch die Stadtspitze. Dafür waren Vertreter aus Politik, Kultur und von den Chören erschienen. Marie-Lis Coenen dankte allen langjährigen Chormitarbeitern für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Chorleiter Schumacher erhielt einen gläsernen Notenschlüssel und Pianistin Simone Witt wurde mit einem Blumenstrauß geehrt. Mit erfrischenden Kinderliedern, hintergründigen und lustigen Jugendliedern sowie einem bunten Melodienreigen gestalten die vier Chöre der Sonnenkinder fröhlich und beschwingt die Matinee, die - nomen est omen - von herrlichem Sonnenschein begleitet wurde.

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