Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Personalkosten steigen

SELM Einstimmig segnete der Ausschuss für Personal und Gleichstellung am Montagabend den Stellenplan für das Haushaltsjahr 2008 ab. Demnach werden die Personalkosten für den Gesamtkonzern Stadt Selm (mit Stadtbetrieben und FoKuS) von rund 11,67 auf etwa 11,86 Mio. steigen.

von Von Matthias Münch

, 13.02.2008

Obwohl die Stadt seit 1994 keinen ausgeglichenen Haushalt mehr besitzt und die Finanzprobleme immer größer geworden sind, hat es im Laufe der Jahre keine nennenswerten Einsparungen bei den Personalkosten gegeben. Die Verwaltung begründet dies in ihrer Vorlage mit ständiger Abwälzung personalintensiver Aufgaben von Bund und Land auf die Kommunen.Keine Betriebsbedingten Entlassungen

Deshalb sei Kritik an der Anzahl der Planstellen nicht gerechtfertigt, zumal die Stadt bestimmte Aufgaben mit eigenem Personal günstiger bewältigen könne als durch Auslagerung. Ein Beispiel sei die Tagesgruppe Nienkamp, in der eigenes Personal Kinder betreut und eine viel teurere Heimunterbringung umgeht.

Auch betriebsbedingte Entlassungen soll es nicht geben. Personalabbau über künftig wegfallende Stellen (kw-Vermerk) soll nur mit normaler Fluktuation erfolgen. Und so soll es denn auch in diesem Jahr neben dem Wegfall einiger Stellen auch die Neuschaffung von Planstellen sowie Aufstockungen und Stellenwertanhebungen geben.

Stellen diskutiert

Drei Stellen wurden im Ausschuss besonders diskutiert:

Eine neue Planstelle für den Bezirkssozialdienst, die sich um den Bereich von Kindeswohlgefährdung und Kindesmisshandlung kümmert. "Darum haben wir lange gekämpft", stellte Ausschussvorsitzender Egon Schmidt  fest.

Ein Nachfolger für den ausgeschiedenen Klaus van Roje als Ansprechpartner für Umweltfragen wurde von allen begrüßt. "Besser wäre eigentlich sogar ein eigenes Umweltamt", so UWG-Fraktionsvorsitzende Maria Lipke.

Eine Wertanhebung der Amtsleiterstelle nach der Neuorganisation des Amtes für Immobilien- und Gebäudemanagements. CDU-Ratsherr Herbert Krusel  kritisierte, dass der Bürgermeister den Rat damit in Zugzwang gebracht habe. Wenn mit einer Umorganisation Kostensteigerungen verbunden seien, dann hätte er den Rat früher einbinden müssen. Deshalb beschloss der Ausschuss, die Stellenanhebung auf 2009 zu verschieben.

Alles auf dem Ptüfstand durch Mutter

Doch nicht nur diese, sondern auch viele andere Personalentscheidungen stehen unter Vorbehalt, wie Beigeordnete Sylvia Engemann betonte: "Im Zuge des Controllings durch unseren Berater Michael Mutter kommt alles auf den Prüfstand."

Lesen Sie jetzt