Sexueller Missbrauch: Priester war auch in Bocholt tätig

hzSeelsorger verurteilt

Ein Priester des Erzbistums Köln ist trotz einer Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern weiter in der Seelsorge tätig geblieben, unter anderem auch in Bocholt.

von Ludwig van der Linde

Bocholt

, 13.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie das Bocholter Borkener Volksblatt berichtet, wurde der heute 85-Jährige, der seit 2002 im Ruhestand ist, von der katholischen Kirche 1973 als Aushilfe in der Pfarrgemeinde St. Bernhard in Lowick eingesetzt. Das habe das Erzbistum Köln mitgeteilt.

Der Mann wurde 1972 wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern und Abhängigen“ zu einer Haftstrafe verurteilt. 1988 folgte wegen sexueller Handlungen an Minderjährigen eine Bewährungsstrafe.

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Trotz Verurteilung jahrzehnte weiter als Seelsorger gearbeitet

Dennoch wirkte er über Jahrzehnte weiter als Priester in mehreren Bistümern. Das hätten Nachforschungen im Erzbistum Köln und den Bistümern Münster und Essen ergeben, so das Erzbistum Köln.

Demnach trat der Priester die Stelle in Lowick ein Jahr nach seiner ersten Verurteilung an. Vorher war er Pfarrer in Essen.

1974 wechselte er zur Schulabteilung des Generalvikariats Münster. Den Namen des Priesters will das Erzbistum erst nach Abschluss der Untersuchungen nennen.

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