Nach Volkmarsen: Sicherheitsmaßnahmen bei NRW-Umzügen erhöht

Karneval

Nach dem Vorfall beim Rosenmontagszug in Volkmarsen prüfen die Polizeibehörden in NRW, ob die Sicherheitsmaßnahmen erhöht werden müssen. Der größte Umzug am Veilchendienstag findet statt.

Düsseldorf

25.02.2020, 10:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizeibehörden sind nach dem Vorfall in Volkmarsen angehalten, ihre Sicherheitsmaßnahmen für die Umzüge am Veilchendienstag zu überprüfen.

Die Polizeibehörden sind nach dem Vorfall in Volkmarsen angehalten, ihre Sicherheitsmaßnahmen für die Umzüge am Veilchendienstag zu überprüfen. © dpa

Nach dem Zwischenfall mit Dutzenden Verletzten bei dem Rosenmontagszug in Volkmarsen gibt es in NRW weiterhin keine landesweite Absage von Karnevalsumzügen am Veilchendienstag. Etwa der große Zug in Mönchengladbach solle stattfinden, sagte eine Polizei-Sprecherin am Morgen.

Das Sicherheitskonzept solle nochmals angeschaut werden, aber: „Wir machen unseren Karneval“, betonte sie. Während die großen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf Vergangenheit sind, ist in Mönchengladbach der Veilchendienstag der Höhepunkt der tollen Tage. Bei dem Umzug werden laut Veranstalter-Angaben Hunderttausende Zuschauer erwartet.

In Hessen waren nach dem Vorfall alle Züge abgebrochen worden

Die Kreispolizeibehörden in Nordrhein-Westfalen seien gebeten worden, den Vorfall in Volkmarsen in die jeweilige Lagebeurteilung einzubeziehen, so das NRW-Innenministerium. Es sei zu prüfen, ob die Sicherheitsmaßnahmen für die Umzüge erhöht werden müssten. In Hessen waren am Montag nach dem Vorfall die Umzüge abgebrochen worden.

Am Montag war ein Auto in der nordhessischen Stadt in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurden etwa 30 Menschen verletzt, rund ein Drittel davon Kinder. Ein 29 Jahre alter deutscher Staatsbürger, der aus Volkmarsen kommt, wurde festgenommen. Das Motiv des Mannes ist noch unklar.

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