Spritpreise: E10 fast so teuer wie Super - woran liegt das?

Benzinpreise

Die Treibstoffsorte E10 gibt es in Deutschland schon seit einer ganzen Weile - lange Zeit günstiger im Vergleich zu Super. Jetzt gleichen sich die Preise gerade an. Woran das liegt - und ob das so

Hannover

12.01.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spritpreise: E10 fast so teuer wie Super - woran liegt das?

Eine Zapfsaeule mit den Sorten Super, Super Plus sowie Super E10 © pa/obs/Bundesverband der deutsch

Auf dem Portal „Tanke-Guenstig.de“ lässt sich die plötzliche Preisannäherung von E10 und E5 gut beobachten: Während ein Liter E10 beispielsweise am 2. Dezember im Schnitt 1,385 Euro kostete und der Liter E5 1,407, sind es am 12. Januar 1,393 Euro (E10), beziehungsweise 1,399 Euro (E5).

Schuld daran, das berichtet unter anderem die „WAZ“, die sich auf Branchenkenner beruft, sei eine Gesetzesänderung. Denn nach einer Änderung des deutschen Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sei die sogenannte Treibhausminderungsquote von vier auf sechs Prozent gestiegen.

Gesetzesänderung steigert Nachfrage

Nach der Änderung müssen die Mineralölkonzerne nun mindestens sechs Prozent Biokrafstoffe umsetzen. Das habe, so Stefan Walter, Geschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), gegenüber der WAZ, die Nachfrage nach E10 gesteigert. Denn während bei Super E5 der Anteil von Bioethanol bei bis zu fünf Prozent liegt, beträgt er bei E10 bis zu zehn Prozent. Die Beimischung von Bioethanol soll die CO2-Emmissionen reduzieren.

Ein weiterer Grund für die Preissteigerung sei die Tatsache, dass in weiteren EU-Ländern inzwischen auch Bioethanol-Kraftstoffe verkauft würden - was die Nachfrage ebenfalls erhöht hätte.

Der Experte geht allerdings nicht davon aus, dass dieser Trend von Dauer ist.

RND/asu

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