Peacock gerät in Schieflage - Insolvenzverfahren eröffnet

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Die Firma Peacock Moden ist in Schwierigkeiten. Am Amtsgericht Münster wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Das Unternehmen hat auch Filialen in Stadtlohn und Ahaus.

von Markus Schönherr

Borken

, 12.08.2019, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die 111 Mitarbeiter des Unternehmens mit Sitz in Borken bekämen weiter ihr Gehalt, teilt der Insolvenzverwalter mit. In Borken arbeiten vier Miarbeiter.

Gegen die Firma Peacock Moden läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Das geht aus einer Bekanntmachung des Amtsgerichtes Münster hervor. Demnach hat das Unternehmen mit Sitz in Borken am vergangenen Donnerstag den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Geschäftspartner zahlen Ware nicht

Die Schieflage habe nichts mit dem operativen Geschäft zu tun, erklärte Peacock-Geschäftsführer Manfred Brockherde auf Anfrage. „Wir haben ein super Kerngeschäft.“ Der Engpass sei entstanden, weil mehrere Geschäftspartner die von Peacock gelieferte Ware nicht bezahlen konnten. Einer dieser Partner sei sogar ganz zahlungsunfähig. Die aktuelle Sitation könne Peacock nur mit einem vorläufigen Insolvenzverfahren bewältigen.

Das Amtsgericht Borken hat Stefan Meyer, den geschäftsführenden Gesellschafter der Rechtsanwalts-GmbH Pluta als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Die Gehälter der 111 Mitarbeiter seien durch das Insolvenzgeld gesichert, heißt es in einer Mitteilung der Kanzlei.

Die Mitarbeiter seien bei einer Betriebsversammlung über die Situation informiert worden. Ziel sei es, „Peacock als wichtigen Modeanbieter mit seinen hochwertigen Geschäften dem Markt zu erhalten“. In Borken hat das Unternehmen vier Mitarbeiter.

Geschäfte bleiben geöffnet

Peacock betreibt 14 eigene Filialen im Münsterland, in Ostwestfalen, im Ruhrgebiet und in Niedersachsen – von Bottrop bis nach Osnabrück. Hinzu kommen acht Geschäfte, die als Franchise-Standorte geführt werden.

Unter anderem gibt es Geschäfte in Ahaus, Bocholt und Rhede. In Borken ist Peacock an der Walienstraße ansässig. Bis vor Kurzem gab es noch ein zweites Geschäft in Borken an der Kapuzinerstraße.

Diese Filiale sei geschlossen worden, weil der Mietvertrag ausgelaufen war und das Gebäude abgerissen werden soll, erklärt Manfred Brockherde. Mit dem vorläufigen Insolvenzverfahren hatte diese Schließung nichts zu tun.

Alle Geschäfte des Unternehmens werden ohne Einschränkungen weitergeführt, teilt Insolvenzverwalter Stefan Meyer mit. „Die Kunden werden von der Insolvenz nichts spüren.“

Peacock-Geschäftsführer Manfred Brockherde geht davon aus, dass das vor 32 Jahren gegründete Unternehmen gestärkt aus dem Verfahren hervorgehen wird.

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