Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Alter Hausstein erinnert an Familiengeschichte

07.02.2008

Alter Hausstein erinnert an  Familiengeschichte

<p>Der Hausstein findet sich über dem Eingang. Söbbing</p>

Stadtlohn Als Dokument des Monats hat Archivar Ulrich Söbbing einen historischen Hausstein ausgesucht und dazu einen Beitrag verfasst, den wir nachstehend auszugsweise veröffentlichen.

Zum Abschluss des Wiederaufbaus des im Kriege zerstörten Hauses Greving in der Dufkampstraße (früher Hausnummer 10, heute 16) wurden die alten Sandsteineinfassungen der Haustür und ein Hausstein aus dem Jahre 1801 wieder verwendet.

Der Hausstein hat eine Größe von etwa 40 mal 40 Zentimeter und zeigt innerhalb eines schmalen Rahmens mit eingezogenen Ecken als Hausmarke einen Maueranker mit querliegender "4" am oberen Ende des Schaftes. Darüber finden sich die Initialen "BHB HN - EL ANNO 1801". Hausmarken ähneln einem Wappen, gehen aber als einfache graphische Symbole auf mittelalterliche Steinmetzzeichen zurück. Die Verwaltungs- und Rentmeistertätigkeit wurde in der Familie Greving von Generation zu Generation über-tragen. Nach ersten Nennungen in den ältesten Bürgerverzeichnissen von 1491 und 1619 erwarben einige Vertreter der Familie im 17. Jahrhundert das Bürgerrecht.

Wie ist die Verbindung der Familie Greving zum Hausstein und was bedeuten die Initialen? Nach dem Wiederaufbau lebten im Haus als Geschwister der pensionierte Architekt Heinrich und die frühere Lehrerin Sophia Greving. Ihr Vater, der Auktionator Gerhard Greving, leitete an diesem Ort vom 1. Oktober 1887 bis zu seinem Tod 1892 als erster Rendant die Sparkasse der Stadt Stadtlohn.

1847 eingezogen

Der Großvater Heinrich Anton Greving war nach seiner Heirat mit der Hauserbin Agnes Erhartz 1847 in das Gebäude gezogen und hatte hier bis 1890 die Kassen der Stadt, des Amtes und der Schulen verwaltet. Agnes Erhartz war die Adoptivtochter des kinderlosen Ehepaars Johann Henrich Cohaus und Anna Helena Nacke, wobei die Adoptivmutter bereits 1802 ein erstes Mal verheiratet gewesen war. Die Initialen dieser ersten Eheschließung zwischen "Bernhard Henrich Böcker und Helena Nacke Eheleute" wurden vermutlich erst einige Jahre später anlässlich eines Neubaus im Stein "verewigt", das Datum dabei jedoch irrtümlich mit 1801 angegeben.

Lesen Sie jetzt