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Gefährliche Zeiten für kleine Städte

Serie zur Geschichte der Georgius-Schützen

22.05.2007

Stadtlohn Auf gleich zwei Jubiläen kann die Stadtlohner St. Georgius-Schützengilde in diesem Jahr blicken: 525 Jahre Bürgerschützen und 250 Jahre Fahnenweihe. Aus diesem Anlass hat der Verein eine breit gefächerte Chronik herausgegeben. Auf dieser Grundlage blickt die Münsterland Zeitung in einer kleinen Serie zurück auf die lange Geschichte. Schützen als Schützer - das Erfordernis zur organisierten Selbstverteidigung stand Pate, als das Schützenwesen im Münsterland im Spätmittelalter entstand. Freilich hatte das Treiben bereits früh auch einen zivilen Wettbewerbscharakter. So schossen bereits im Jahr 1378 die Armbrustschützen auf den Papageien. Auch wenn es an überlieferten Zeugnissen aus dieser Zeit mangelt: Sicher ist, dass das Schützenwesen in Stadtlohn gegen Ende des 15. Jahrhunderts in hoher Blüte stand. Als erster urkundlicher Nachweis gilt die schriftliche Zusage des Fürstbischofs von Münster aus dem Jahr 1482, den Stadtlohner Schützen für das Papageienschießen eine Tonne Bier zu stiften - in Anerkennung ihrer treuen Dienste. Zur Organisation heißt es in einer Quelle aus dem 16. Jahrhundert: «Under die Erste Compagnie soll gehören die gantze Duffkamper Kluft und halbe Eischstraße nach der linken Seite; under die zweite Compagnie: Die ganze Mühlenstraße und die halbe Eischstraße nach der rechten Seiten.» Gewaltsame Auseinandersetzungen mit Angreifern waren damals an der Tagesordnung: 1584 überfielen Soldaten des Kölner Erzbischofs die Stadt - eine bittere Erfahrung, die die Stadtlohner dazu veranlasste, ihre Verteidigungsbemühungen weiter zu verstärken. Doch der 30-jährige Krieg brachte neue schwere Prüfungen: 1617 forderte ein Überfall auch das Leben des Bürgermeisters Bülsing. Die Schlacht im Lohner Bruch schließlich war 1623 verbunden mit Truppeneinlagerungen, Überfällen und Plünderungen. Darüber hinaus waren viele Häuser noch nicht wieder aufgebaut, die der Stadtbrand von 1611 vernichtet hatte. Die Folge: Stadtlohn verkleinerte sich - und errichtete im Westen im Verlauf der heutigen Grabenstraße eine neue Befestigung. to wird fortgesetzt

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