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Hoffnung auf Lebensretter

Knochenmarkspenderkartei startet Typisierungsaktion

25.05.2007

Stadtlohn «DKMS - Jeder einzelne zählt», so lautet das Motto der Organisation «Deutsche Knochenmarkspenderkartei», die am 10. Juni in der St. Anna Realschule in Stadtlohn eine Typisierungsaktion startet. Gemeinsam mit der Kinderkrebshilfe Weseke und dem Malteser Hilfsdienst werden spendenfreudige Menschen zur Ader gelassen, um einem an Leukämie erkrankten Menschen wie zum Beispiel der siebenjährigen Eileen aus der Nähe von Bremen das Leben zu retten. «Seit zwei Jahren ist die chronische Erkrankung bei dem kleinen Mädchen bekannt, und nur eine Stammzellentransplantation ist ihre einzige Chance auf Heilung», berichtet die Aktionsbetreuerin Sonja Simentschitsch. Den passenden Spender für Erkrankte zu finden, das sei wie eine Suche der Nadel im Heuhaufen. Und die Zahlen belegten, dass jeder vierte Erkrankte vergeblich auf einen Spender warte. Die Aktionsbetreuerin weiß auch, dass viele Ängste und Vorurteile die Menschen davon abhielten sich typisieren zu lassen. Dabei sei so ein Eingriff ungefährlich. Außer dem Narkoserisiko gäbe es bei einer Knochenmarksentnahme keine Nebenwirkungen. Die Spende werde nicht, wie weit verbreitet, aus dem Rückenmark entnommen, sondern aus dem Beckenkamm. Eine weitere Spendenmöglichkeit bestehe durch eine Dialyse, die überhaupt kein Risiko berge. Einmal registriert, bestehe auch jederzeit ein Widerrufsrecht, versichert die DKMS- Mitarbeiterin. Stark für diese Aktion macht sich auch der Verein Horizont in Weseke, der vor zwei Jahren eine solche Typisierungsaktion durchführte. 1428 Spender kamen, wobei vier davon bereits ihr lebensrettendes Elixier gespendet haben. Das sei eine ungewöhnlich hohe Trefferquote, so die Organisatoren, die die Weseker schließlich motivierte, zunächst 10 000 Euro für diese Typisierungsaktion zu übergeben. Mit einhundert Personen unterstützt der Verein Horizont die Aktion in Stadtlohn, indem er für das Rahmenprogramm sowie für die Kinderbetreuung sorgt und überall da parat steht, wo Einsatz nötig ist. Weiter kommen 20 Malteser zum Einsatz. geg

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