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Zweiter Weltkrieg: Film zeigt Stadt in Trümmern

29.02.2008

Stadtlohn Die Fortsetzung eines alten Films über Stadtlohn, dessen erster Teil im September 2007 vorgeführt wurde, zeigte der Heimatverein jüngst im Haus Hakenfort. Zunächst waren Bilder von den gespenstischen Ruinen nach der Bombardierung zu sehen. Kaum einer der Zuschauer konnte sich bei diesem Anblick vorstellen, dass nur wenige Jahre später wieder eine blühende, moderne Stadt entstehen würde.

Noch weiter zurückblickend zeigte Hermann Hintemann dann Bilder vom Beginn des Krieges mit Aufmärschen von Soldaten, Einquartierung und Manöver auf dem damaligen Ernings Losberg. Kinder liefen den Soldaten neugierig hinterher oder fuhren mit den Fahrrädern nebenher. Junge Mädchen gingen elegant mit Mantel und Hütchen spazieren und freuten sich, dass "Leben" in der Stadt war. Auf Volksfesten traten Feuerschlucker und Entfesselungskünstler auf, noch war "heile Welt".

Aber bald änderte sich das Bild, als die ersten Stadtlohner Soldaten gefallen waren und die Gefallenenehrung vor dem Rathaus stattfand. 1942 wurden die Glocken mit einer Seilwinde vom hohen St. Otger Kirchturm geholt. Der "Bäiermann" Demes stand wie versteinert zwischen den Glocken. In der nächsten Szene kommt ein Bomber näher und näher - Anschließend ist die Villa Rottburg, das heutige Haus Cohaus an der Engelstraße, zum größten Teil ein Trümmerhaufen.

Der Krieg hatte Stadtlohn eingeholt. Die damaligen "Nazigrößen", wie immer gesagt wurde, waren eifrig damit beschäftigt, Betriebe zu besichtigen, Aufmärsche von Jungvolk und Jungmädels zu organisieren und zu der Bevölkerung zu sprechen. Und immer wieder war eine Totenehrung erforderlich. Die Tafeln mit den Namen der Gefallenen wurden dabei aufgestellt, die trauernden Mütter und Witwen standen dabei. Die älteren Besucher im Haus Hakenfort erkannten viele der auf den Fotos gezeigten Menschen und immer wieder wurden Namen in den Saal gerufen oder Einzelheiten erzählt.

Den letzten Teil des Films vom Wiederaufbau, von ersten Karnevalsfeiern und mehr zeigt der Heimatverein am 18. September.

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