Stamm-Wurstbude der Kölner „Tatort“-Kommissare kommt ins Museum

TV-Krimi

Jahrelang zog die Kölner „Wurstbraterei“ Scharen von Touristen an: Der Kölner „Tatort“ hatte die Imbissbude berühmt gemacht. Nun zieht sie um und bekommt einen festen Platz im Museum.

Köln

27.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die legendäre Wurstbraterei aus dem Kölner Tatort zieht nun ins LVR-Freilichtmuseum Kommern.

Die legendäre Wurstbraterei aus dem Kölner Tatort zieht nun ins LVR-Freilichtmuseum Kommern. © picture alliance/dpa

Die Wurstbude aus dem Kölner „Tatort“ war für so manchen TV-Zuschauer Kult. Dort stärkten sich die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) regelmäßig mit Pommes und Würstchen und diskutierten über ihren aktuellen Fall. Doch von nun an müssen sie zum Essen wohl woanders hingehen: Der berühmte Imbisswagen zog nun um. Seine neue Heimat ist ein Freilichtmuseum in Kommern in der Eifel.

„Die Bude wird mir sehr fehlen. Sie war immer mein Ausflug in die Currywurst- und Pommes-Welt“, sagte Schauspieler Bär. Im „Tatort“ sei die „Wurstbraterei“ schnell zur Berühmtheit gelangt: „Erst wurde ich dauernd auf Freddys Cowboystiefel angesprochen, dann natürlich auf seine Autos - und irgendwann auch immer öfter auf die Bude.“

Bei Touristen beliebt

Für die Dreharbeiten wurde der Imbiss stets auf die rechte Rheinseite gebracht, so dass er mit dem Dom im Hintergrund eine schöne Kulisse bildete. Doch ihren eigentlichen Standort hatte die Bude 13 Jahre lang nahe dem Schokoladenmuseum am Kölner Rheinauhafen. Dort zog sie aufgrund ihrer TV-Prominenz Scharen von Touristen an. „Ich hab manchmal gesagt: Unsere Bude ist in Köln das zweitliebste Fotoobjekt nach dem Dom“, sagte Betreiber Ralf Jäger-Vosen schmunzelnd. „Da hielten Reisebusse vor an, und es kamen sogar Hochzeitspaare vom Rathaus herüber gelaufen.“

Bei den Dreharbeiten stand Jäger-Vosen stets selbst hinter dem Tresen. Doch nun geben der 65-Jährige und seine Frau Eva die „Wurstbraterei“ aus Altersgründen auf. Von seinen Imbissgeschäften will das Ehepaar nur einen Reibekuchen-Wagen für den Weihnachtmarkt behalten.

Künftiger Ort der Mittagspause der Kommissare unklar

Im LVR-Freilichtmuseum Kommern ist bereits eine größere Holzbude der Familie Vosen aus den 1930er Jahren zu sehen. Die 1954 gebaute „Wurstbraterei“ soll künftig daneben stehen. „Die beiden Buden erzählen beispielhaft auch ein Stück Schaustellergeschichte“, sagte Museumsleiter Josef Mangold. Bei besonderen Veranstaltungen in Kommern, etwa historischen Jahrmärkten, soll der Imbiss wieder in Betrieb genommen werden.

Die vorläufig letzten „Tatort“-Dreharbeiten an der „Wurstbraterei“ gab es nach Angaben von Bär im Sommer für die Folge „Brennen sollst Du“, die voraussichtlich Anfang 2021 in der ARD laufen soll. Wo Schenk und Ballauf in Zukunft ihre Mittagspause machen werden, ist noch unklar. „Die Produktionsfirma prüft, wie die Kommissare ihr geliebtes Ritual an der Wurstbude weiter pflegen können“, teilte der WDR auf Anfrage mit.

dpa

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