Studie: Covid-19-Patienten haben dreimal höheres Sterberisiko als Grippekranke

Coronavirus

Schweizer Forscher haben den Verlauf von Influenza- und Covid-19-Erkrankungen verglichen. Das Ergebnis der Studie: Das Sterberisiko ist bei Covid-19 dreimal so hoch wie bei einer Grippe.

07.02.2021, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Covid-19 ist einer Schweizer Studie zufolge deutlich tödlicher als eine Influenza-Erkrankung. (Symbolbild)

Covid-19 ist einer Schweizer Studie zufolge deutlich tödlicher als eine Influenza-Erkrankung. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/KEYSTONE

Covid-19 ist einer Schweizer Studie zufolge deutlich tödlicher als eine Influenza-Erkrankung. Demnach ist das Sterberisiko bei Covid-19 dreimal so hoch wie bei einer Grippe, wie die Forscher berichten. Den Krankenhausdaten zufolge starben 4,4 Prozent der untersuchten Influenza-Patienten und 12,8 Prozent der untersuchten Covid-19-Patienten.

Grippe-Patienten waren im Schnitt älter – trotzdem starben mehr Corona-Patienten

„Covid-19 ist mehr als eine kleine Grippe“, sagte Mitautor und Infektiologe Rami Sommerstein von der Hirslandenklinik St. Anna in Luzern dem „Schweizer Radio und Fernsehen“ (SRF). Das zeigen auch die Erkenntnisse aus der Studie: Die Forscher werteten die Daten von mehr als 2800 Corona-Patienten und fast 1400 Grippe-Patienten in 14 Schweizer Krankenhäusern aus.

Die an Influenza erkrankten Menschen waren im Schnitt älter. Außerdem litten sie häufiger an Vorerkrankungen, darunter Tumor- und hämatologische Krankheiten, als Corona-Patienten, betonte Sommerstein. Trotzdem starben mehr an Covid-19 erkrankte Patienten.

Covid-19-Patienten litten häufiger an Nierenversagen und Atemwegskomplikationen

Bei den Corona-Patienten mussten fast 20 Prozent auf die Intensivstation verlegt werden, während es bei den Grippe-Patienten knapp zehn Prozent waren. Außerdem litten wesentlich mehr an Covid-19 Erkrankte an einem Nierenversagen (27 Prozent) oder an Komplikationen bei den Atemwegen (93,6 Prozent) im Vergleich zu den Influenza-Patienten (16,8 und 83,9 Prozent).

Sommerstein betonte dabei, dass die Covid-19-Kranken nicht gebrechlicher waren: „Wir haben eine kleine Sub-Analyse gemacht, indem wir jene Patienten ausgeschlossen haben, die aus dem Altersheim gekommen sind. Auch das hat nichts am Resultat verändert“, sagte er.

RND/bk

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