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Betreutes Wohnen geplant

Südlohn Noch wächst Gras auf dem Eckgrundstück am Breul/Lohner Straße - der Blick geht über die Freifläche zum Franziskus-Haus des Henricus-Stifts. Doch die Planungen zur Bebauung des Grundstücks des Henricus-Stiftes stehen.

29.02.2008

Ein privater Investor möchte dort 27 Wohneinheiten für "Betreutes Wohnen" schaffen, bestätigte Jochen Albers, Verwaltungsleiter des Henricus-Stiftes, auf Anfrage der Münsterland Zeitung. Den Bewohnern der privat errichteten Wohnungen stünden dann die Betreuungsangebote des Henricus-Stifts zur Verfügung, verdeutlichte er.

Der Gemeinderat hatte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Aufstellungsbeschluss für eine vereinfachte Änderung des dort gültigen Bebauungsplans zu befassen - der schließlich auch gefasst wurde. Seit Januar, so informierte die Verwaltung, liege ein neuer Bauantrag des Investors zur Bebauung des Geländes der ehemaligen Südlohner Frottierweberei vor.

Die geplante Bebauung lehne sich an die vorhandene des ersten Bauabschnitts an, heißt es in der Sitzungsvorlage - aber mit dem Unterschied, dass das zulässige Staffelgeschoss nun realisiert werden solle.

Weil aber in dem Plan des Investors die festgesetzten Baugrenzen im südlichen, vor allem aber im nördlichen und westlichen Bereich des Baugrundstücks massiv überschritten würden, mache das Vorhaben eine Änderung des Bebauungsplans notwendig.

Stellung nehmen

Zudem solle die Grundstückszufahrt in den Einmündungsbereich des Breuls in die Lohner Straße verlegt werden, darüberhinaus seien Stellplätze und kleine Nebenanlagen im östlichen Teil des Grundstücks geplant.

Eine "Befreiung" nach dem Baugesetzbuch sei somit nicht möglich - im Bebauungsplanänderungsverfahren müssen nun unter anderem die festgesetzten überbaubaren Grundstücksflächen angepasst werden. Mit der Aufstellung für die Planungsänderung sprach sich der Rat gleichzeitig dafür aus, die betroffenen Grundstücksnachbarn, den Kreis Borken und weitere betroffene Behörden an den Planungen zu beteiligen - sie können Stellung zu den vorliegenden Plänen nehmen.

Die 27 Einheiten für Betreutes Wohnen sollten zum Teil frei finanziert werden, das heißt, die künftigen Bewohner müssen keinen Wohnberechtigungsschein haben. Auch sei an den Verkauf von Eigentumswohnungen gedacht, erläuterte Bürgermeister Georg Beckmann im Rat zu den Planun- gen. ewa

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