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Feuer bahnt sich seinen Weg

Südlohn Dichter Qualm über Südlohn kündete gestern Morgen bereits von Ferne von dem Großbrand, der in einem metall- und holzverarbeitenden Betrieb am Weseker Weg wütete.

26.02.2008

Feuer bahnt sich seinen Weg

<p>Auch nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht war, mussten die Einsatzkräfte Glutnester beseitigen.</p>

Menschen wurden nicht verletzt. Doch das Ausmaß des Schadens ist enorm: Auf bis zu 150 000 Euro haben Experten die entstandenen Kosten geschätzt. Hohe Flammen waren den Feuerwehrleuten bereits entgegengeschlagen, als sie nur wenige Minuten nach der Alarmierung um kurz nach 9 Uhr aus Südlohn und dann aus Oeding vor Ort eintrafen. Das Feuer hatte bereits reichlich Nahrung in einem 20 Mal 30 Meter großen Gebäude gefunden. "Die Halle brannte bereits in voller Ausdehnung", schildert Einsatzleiter Günter Wehning von der Freiwilligen Feuerwehr Südlohn.

Schnelles Handeln

Nicht mehr zu verhindern war, dass das dort untergebrachte Holzlager und die angrenzende Schreinerei völlig zerstört wurden. Schnelles Handeln der insgesamt mehr als 70 Einsatzkräfte war gefragt: Denn das Feuer drohte sich nicht nur auf drei umliegende Hallen, sondern auch auf ein Wohnhaus auszubreiten. Volle Konzentration wurde nicht nur von den 20 Feuerwehrleuten aus Südlohn und 18 Kameraden aus Oeding abverlangt. Auch die 35 Kollegen aus Stadtlohn und Borken, die zur Verstärkung hinzugekommen waren, hatten alle Hände voll zu tun. Um zu verhindern, dass der Brand übergreifen konnte, errichtete die Feuerwehr einen so genannten Riegel zwischen der brennenden Halle und gefährdeten Bereichen.

Auch Drehleiter und Atemschutzmodul kamen zum Einsatz. Gegen 10 Uhr konnten die Feuerwehrleute aufatmen: Sie hatten das Feuer unter Kontrolle gebracht. Trotzdem ging die Arbeit weiter: Das in dem Lager gestapelte Holz musste aus dem Gebäude nach draußen gezogen und gelöscht, Glutnester beseitigt werden.

Öfter vor Ort gewesen

Nicht zum ersten Mal waren die Feuerwehrleute zum Weseker Weg ausgerückt, der während der Löscharbeiten gesperrt blieb. Auf den Tag genau vor einem halben Jahr war die Produktionshalle eines Holz verarbeitenden Betriebs gegenüber des gestrigen Brandorts völlig zerstört worden.

Trotz des dichten Rauchs, der gestern über die Gemeinde zog, bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. "Umweltamt und Ordnungsamt waren vor Ort. Der Qualm war als unbedenklich eingestuft worden, da keine gefährlichen Schadstoffe freigesetzt wurden."

Brandstiftung hat die Kriminalpolizei Borken gestern nach Abschluss ihrer Ermittlungen ausgeschlossen. Vielmehr wird ein technischer Defekt im Bereich einer Absauganlage als mögliche Ursache für das Feuer ge- nannt. kh

Feuer bahnt sich seinen Weg

<p>Von verschiedenen Seiten und mit schwerem Gerät rückten die Feuerwehrleute dem Brand in einer Halle und einer angrenzenden Schreinerei am Weseker Weg zu Leibe. MLZ-Fotos (2) Beining</p>

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