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Gemeinsam erziehen

Südlohn Der CDU-Ortsverband Südlohn und die Frauenunion hatten am Dienstagabend zum Thema "Gemeinsamer Unterricht behinderter und nicht-behinderter Kinder" ins Vereinshaus eingeladen und dazu neben dem sachkundigen Moderator Karl Assing mit der Berliner Erziehungswissenschaftlerin Professorin Dr. Jutta Schoeler eine Expertin ersten Ranges gewonnen.

20.02.2008

Gemeinsam erziehen

<p>Volles Haus: Kein Stuhl blieb am vergangenen Dienstagabend bei der Veranstaltung der CDU zum Thema integrative Erziehung frei. Beining</p>

Vermutlich trug auch deren sehr kompetenter Vortrag zum Gelingen dieses Abends bei. Dabei zeigte sich auch, dass die Zeiten der Konfrontation in Sachen gemeinsamer Unterricht inzwischen der Vergangenheit angehören. Christian Vedder, der Ortsverbands-Vorsitzende, brachte in seiner Begrüßung den neuen Konsens auf den Punkt: "Es ist gewollt, dass wir in Südlohn und Oeding die integrative Erziehung voranbringen." Jutta Schoeler ihrerseits machte gleich zu Beginn ihres fast einstündigen Vortrags klar: "Ich bin letztlich hier als Ergebnis des Engagements von Südlohner Eltern, deren Kind auf den Rollstuhl angewiesen ist."

Sicherheit

Ihr Bekenntnis zur integrativen Erziehung in Kindergarten und Schule fiel ebenso eindeutig wie kompromisslos aus: "Wer als behindertes Kind in einer Gemeinde wie der Ihren lebt, sollte die Sicherheit haben, den selben Kindergarten und die selbe Schule besuchen zu dürfen wie Geschwister und Nach-barkinder. Diese Sicherheit sollten auch die Eltern haben können." Und an die Vertreter der Schulen gewandt: "Die Schulen müssen sich so verändern, dass sie reif für diese Kinder werden. Deutschland hat hier insgesamt einen großen Nachholbedarf." Dass die frühere Gegnerschaft von Anhängern des gemeinsamen Unterrichts und den Vertretern der Förderschulen (früher Sonderschulen) inzwischen - zumindest vor Ort - der Vergangenheit anzugehören scheint, formulierte Bernhard Südholt, Leiter der Felicitas-Schule in Vreden, in der anschließenden Diskussion so:

"Ich würde mir wünschen, dass alle Schulen in Deutschland Förderschulen werden." geo

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