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Heißes Eisen "KiBiz"

oeding Es bedurfte eines energischen Ordnungsrufs der KAB-Vorsitzenden, um die Diskussion wieder zum eigentlichen Thema des Abends zurück zu führen: "Wir haben diese Veranstaltung nicht als parteipolitisches Forum gewollt. Das sollte nicht der Sinn dieses Abends sein."

12.02.2008

Heißes Eisen "KiBiz"

<p>Ins Familienzentrum St. Jakobus Oeding waren rund 50 Interessierte gekommen, um zu erfahren oder darüber zu diskutieren, welche Auswirkungen das neue Kinderbildungsgesetz auf Dauer hat. Beining</p>

Was hatte den Anlass gegeben, dass Erika Matschke so in die Diskussion eingriff? Die KAB hatte am Montagabend in das Familienzentrum des Jakobus-Kindergartens zum Thema Erziehung von Kindern und Jugendlichen eingeladen. Fast 50 Besucher waren gekommen. Als Referent war Wolfgang Jörg verpflichtet worden. Der Hagener ist von Beruf Sozialarbeiter, seit 2005 SPD-Landtagsmitglied und dort zugleich Kinder- und jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Gegenseiten

Vermutlich hat auch diese Tatsache - und nicht allein das Interesse am Thema - die heimische "politische Gegnerschaft" an diesem Abend mit auf den Plan gerufen. Jedenfalls nahm die Diskussion im Anschluss an den etwa halbstündigen Vortrag des Referenten einen etwas anderen Verlauf als vorgesehen - und das durchaus zum Unmut der meisten Besucher:

Wolfgang Jörg vertrat bekannte SPD-Positionen, was die Erziehungssituation im Land angeht, sparte nicht mit Kritik am neuen Kinder-Bildungsgesetz (KiBiz), prangerte die Schul- und Bildungssituation in Deutschland an, wies auf die schlechten Bildungschancen von Kindern armer Eltern hin und kritisierte grundsätzlich, dass die Bedingungen für Kinder und Erzieher durch die neuen gesetzlichen Regelungen sich nicht verbessert, sondern deutlich verschlechtert hätten.

Das führte zu Beginn der anschließenden Diskussionsrunde fast folgerichtig zu einer sehr ausführlichen Darstellung der politischen Gegenseite eines heimischen CDU-Vertreters, der in seinem Beitrag versuchte, dem Referenten seine Kompetenz zu dem Thema abzusprechen.

Fragen klären

Erst, nachdem Erika Matschke eingegriffen hatte, erhielten Fragen und Anmerkungen der übrigen Zuhörer ihren gebührenden Raum: beispielsweise die Angst um den Job als Erzieherin, Probleme mancher Eltern, die Kindergärtenbeiträge aufzubringen - so die Klage einer Mutter: "Wir können das im Moment nur schaffen, weil mein Mann Überstunden ohne Ende macht." Die KAB-Vorsitzende zog am Ende das Fazit: "Es wird etwas getan. Wir müssen einfach verfolgen, wohin es geht und lernen, damit umzugehen." geo

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