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"Natürlich bin ich stark"

Südlohn "Es ist das Grundproblem, vor dem viele Jugendliche stehen, die in einer Clique sind: Was will ich eigentlich selbst - und was tue ich, um den anderen zu gefallen?"

13.02.2008

Berna Wehning ist Lehrerin an der Roncalli-Hauptschule, und sie fasst mit diesen Worten in etwa das zusammen, was da an diesem Mittwochmorgen im Raum Nummer vier der Schule passiert. Die Pädagogin betreut federführend die Projekttage Suchtprävention, die regelmäßig an der Schule stattfinden. An diesem Vormittag ist wieder die Theaterpädagogische Werkstatt aus Osnabrück zu Besuch. Sie hat ein interaktives Rollenspiel für die Schüler der Klassen sieben und acht mitgebracht - Titel: "Natürlich bin ich stark!"

Es geht darin um Suchtverhalten und Drogenmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen. Die beiden Akteure aus Osnabrück, Tom Schneider und Susanne Gorgs, wissen aus vielen ähnlichen Theater-Terminen, wie sie den Jugendlichen diesen Themenkomplex so nahe zu bringen haben, dass "nicht alles einfach an ihnen vorbei rauscht".

Aus dem Alltag

Es sind einzelne Szenen, Dialog, die den Schülern aus ihrem täglichen Leben durchaus bekannt vorkommen dürften. Da geht es um die Einladung zu einer Party und um das so genannte "Vorglü-hen" - das "Vorab-Trinken", das häufig praktiziert wird.

"Da sollte man sich mal die Frage stellen: Will ich über-haupt Alkohol trinken? Mach ich das nicht eigentlich nur, weil die anderen das von mir erwarten?" Berna Wehning weiß um diese Probleme, und ihr geht es bei diesen Projekt-tagen auch darum, den Jugendschutztag im März thematisch vorzubereiten. Dann geht man beispielsweise mit beiden Jahrgängen in den Jugendtreff Oase und spricht dort mit den Jugendlichen.

Sprache getroffen

Tom Schneider und Susanne Gorgs treffen die Sprache der Jugendlichen, kommen bei ihren Rollenspielen völlig ohne Requisiten und Bühnenbild aus. Sie wissen: "Das würde nur ablenken." Und die Schüler lassen sich ganz offenbar darauf ein. Der Funke der beiden temperamentvoll agierenden Schauspieler springt über. Das zeigt auch die rege Anteilnahme bei der Auswertung und Nachbesprechung, die jedes Mal nach den zwei- bis dreimi-nütigen Spielszenen erfolgt.

Die Theaterpädagogische Werkstatt kommt alle zwei Jahre in die Hauptschule - dieses Mal sind es drei Termi-ne. Der dritte und letzte findet nächste Woche statt. geo www.theaterpaed-werkstatt.de

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