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Treffen bringt Klarheit

Oeding Sichere Bürgersteige und gut befahrbare Straßen wünscht sich jeder Anwohner, wenn er vor die eigene Haustür blickt. Trotzdem: Wenn ein Bescheid über Sanierungsgebühren ins Haus flattert, sind häufig Ärger und Verwirrung die Folge.

07.02.2008

Treffen bringt Klarheit

<p>Nicht nur über, auch unter den Straßen sieht es nicht gut aus. Herbers</p>

Ähnlich erging es Familie Wetzner aus Oeding, als sie im November ein Schreiben von der Gemeinde erhielt, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihre Straße im Jahr 2008 erneuert werden solle - und sie dafür hohe Beiträge nach dem Kommunalen Abgabegesetz (KAG) zahlen müsse. Der Grund: Fast 50 Jahre ist es her, dass die Blumen- und die Gartenstraße erstellt wurden. Nun machten der Zustand der Straßen und ein fehlender Unterbau für Gehwege und Fahrbahn eine Erneuerung und Verbesserung erforderlich. Die Gemeinde übernimmt dabei einen Teil der Kosten - 50 Prozent für Fahrbahn und 60 Prozent für die Gehwege und Stellplätze. Der Rest werde unter anderem nach der Fläche der erschlossenen Grundstücke auf die Bürger verteilt.

"Nie damit gerechnet"

Für Renate Wetzner bedeutet das, dass sie für ihr 1010 Quadratmeter großes Grundstück rund 5700 Euro an KAG-Beiträgen zahlen muss. "Vor 13 Jahren sind wir nach Oeding gezogen und haben unser Haus in der Blumenstraße gekauft. Da hätten wir nie damit gerechnet, dass so etwas auf uns zukommt", erklärt Renate Wetzner. Auch die übrigen Anwohner der zwei Straßen waren überrascht. Die Reaktion: 75 Bewohner erteilten der geplanten Maßnahme eine Absage, nur einer sprach sich dafür aus. Unlogisch erschien vielen, dass die Größe ihres Grundstücks und nicht die von den PKW verursachte Belastung als Maßstab herangezogen werde.

"Hat viel gebracht"

Erst eine von der Gemeinde einberufene Versammlung brachte Klarheit - wenn auch keine Einigung. "Das hat uns viel gebracht. Uns fehlten vor allem die Informationen. Dass etwas gemacht werden muss, ist uns jetzt klar." Und auch die Berechnung sei nachvollziehbar: "Wir müssen wohl zahlen. Aber jetzt wissen wir warum." Insbesondere dass die Gemeinde mit Familien, die eine hohe finanzielle Belastung zu tragen hätten, Lösungen erarbeiten wolle, fand sie positiv.

Trotzdem werden die Bauarbeiter in diesem Jahr nicht mehr in der Blumenstraße Einzug halten. Die Sanierung ist vorerst vom Tisch. Im Herbst werden die Anwohner erneut zusammenkommen und beratschlagen. Dann will die Gemeinde konkrete Pläne für einen Ausbau vorstellen. Bauamtsleiter Dirk Vahlmann betont: "Jeder Bürger kann den Ausbaustandard mitbestimmen." kh

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