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Wege aus der Suchtfalle

Südlohn "Wie kann man jemandem helfen, der nicht einsieht, dass er alkoholkrank ist?" Die schwierigste Frage hatten die Roncallischüler ihnen gleich zu Beginn des Gesprächs gestellt - Darüber waren sich die Mitglieder des Kreuzbundes einig.

27.02.2008

Wege aus der Suchtfalle

<p>Mitglieder des Kreuzbundes schilderten ihre Erfahrungen. Unter den Zuhörern (v.r.) Jugendhausleiter Luis-Eric Cubarsi-Elfering und Projektleiterin Berna Wehning. Herbers</p>

Der Austausch mit den fünf Betroffenen und Angehörigen der Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke stand für die 52 Schüler der Klasse 8 am Dienstag im Jugendhaus Oase am Ende ihres Jugendschutztags zur Suchtprävention.

Was ist eigentlich Sucht, welche unterschiedlichen Formen gibt es, welche Ursachen hat sie? Diese und weitere Fragen hatten die Mädchen und Jungen in Kleingruppen mit Unterstützung von Moderatoren aus Schule und Jugendarbeit erarbeitet. Auch Sehnsüchte und die Suche nach Werten und Lebenszielen der Schüler wurden thematisiert, bevor es in das Gespräch mit den Vertretern des Kreuzbundes ging.

"Ein Mosaikstein im Rahmen unserer Präventionsarbeit ist der Jugendschutztag, den wir seit knapp zehn Jahren mit den Jahrgangsstufen 7 und 8 durchführen", erklärte Berna Wehning, Projektleiterin und Lehrerin an der Roncallihauptschule. Gerade das Gespräch mit Betroffenen und die Offenheit mit der beide Gruppen einander begegnen sei, "etwas, dass die Schüler total einnimmt". Die Neugierde und Betroffenheit der Schüler im Raum war greifbar. Stumm lauschten sie den Schilderungen einer Betroffenen: "Ich sah den Alkohol zunächst als Problemlöser. Zum Schluss ging es für mich um Leben oder Tod." Die Schüler erfuhren, dass auch für einen so genannten trockenen Alkoholiker die Sucht nie aufhört: "Auch heute habe ich noch Probleme und frage mich: Schaffe ich das?", fuhr die Frau fort, die mit Hilfe eines Entzugs, einer langen Therapie und Gesprächen mit anderen Betroffenen den Weg in ein normales Leben geschafft hat.

Für Winfried Laurich, Jugendhausleiter in Oeding war klar: "Wir können nicht früh genug damit anfangen, mit den Schülern über Süchte zu sprechen. Damit sie früh lernen, sich in diesem Zusammenhang verantwortungsvoll zu verhalten." kh

Wege aus der Suchtfalle

<p>Nachdenklich und aufmerksam lauschten die Roncalli-Schüler den Schilderungen der Betroffenen und einer Angehörigen. Jede Frage der Achtklässler wurde ausführlich besprochen. Herbers</p>

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