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Zielquote für Plätze in Südlohn bereits übertroffen

01.02.2008

Zielquote für Plätze in Südlohn  bereits übertroffen

<p>Klaus Clemens vom Kreis Borken informierte. Schley</p>

Südlohn Das Wichtigste vorab: Bereits zum aktuellen Zeitpunkt könnte die Gemeinde jedem vierten unter dreijährigen Kind einen Betreuungsplatz anbieten. Die vom Kreis vorgegebene Zielversorgungsquote, bis zum Jahr 2010 für mindestens 20 Prozent der Null- bis Dreijährigen einen Betreuungsplatz zu schaffen, wird somit schon übertroffen. Bis 2010 dürfte sich angesichts der zu erwartenden Geburtenzahlentwicklung diese Versorgungsquote in Südlohn auf über 46 Prozent erhöhen, so die Prognose.

Darüber informierten nun Klaus Clemens vom Fachbereich Jugend und Familie des Kreises Borken und Herbert Schlottbom von der Gemeinde "betroffene" Eltern. Bereits vor drei Jahren war in Kooperation mit der Fachhochschule Bocholt per telefonischer Umfrage der Betreuungsbedarf im Kreis festgestellt worden. Kurzfristig beliefe sich dieser auf 17 Prozent, mittelfristig könnte für jedes dritte Kind in der Zielgruppe Betreuungsbedarf anmeldet werden. Konkretere, ortsbezogene Zahlen werden in einer aktuellen Bedarfserhebung ermittelt - so auch in Südlohn. Insgesamt 215 Fragebögen sind verschickt worden. Die Einsendefrist ist am gestrigen Freitag abgelaufen.

Satzung zu KiBiz

"Die Situation in anderen Gemeinden stellt sich nicht so positiv dar wie in Südlohn", wusste Clemens zu berichten, der auch die zum 1. August steigenden, einkommensabhängigen Elternbeiträge für den Besuch einer Kindertageseinrichtung nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) im Kreis Stellung bezog. Der in der vergangenen Woche vollzogene Satzungsbeschluss sei mit den jeweiligen Stadtjugendämtern abgestimmt und auf neue Personalkostenschlüssel aufgrund künftig kleinerer Gruppen zurückzuführen.

Wenige Tagesmütter

"Wir verstehen es durchaus als Signal der Politik, dass bestehende Kindergartenplätze in der Gemeinde trotz des zurückgehenden Bedarfs bei den Drei- bis Sechsjährigen nicht abgebaut werden", warf Herbert Schlottbom von der Gemeindeverwaltung ein. Wer dennoch nicht zeitnah einen Platz angeboten bekäme, der solle sich an das zuständige Jugendamt hinsichtlich der Vermittlung einer Tagesmutter wenden. "Leider gibt es derzeit in Südlohn zu wenige. Wir hoffen natürlich, dass sich das Angebot mittelfristig erhöhen wird", so Schlottbom. Dazu müssten attraktivere Bedingungen geschaffen werden. ms

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