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Tennis: DTB nimmt keine Rücksicht - Pfingstturnier wird deutlich kleiner

LÜNEN Ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr steht das internationale Damen-Pfingstturnier des Tennisvereins Altlünen vor dem Aus. Eines der über Jahrzehnte hinaus attraktivsten Turniere in Westfalen wird es in der alten Form am Cappenberger See nicht mehr in der 50. Auflage geben.

von Von Bernd Janning

, 18.02.2008
Tennis: DTB nimmt keine Rücksicht - Pfingstturnier wird deutlich kleiner

Peter Kiewitt, Vorsitzender des TV Altlünen, hat vergeblich auf Unterstützung des DTB gehofft.

"Der Deutsche Tennis-Bund spielt nicht mit", musste Altlünens Vorsitzender Peter Kiewitt enttäuscht feststellen. Wenn über Pfingsten die Filzkugel über die Netze auf der Anlage am Vogelsberg flogen, gab es meist Konkurrenz von oben. Denn der Verband hatte zeitgleich Spiele der Damen-Bundesliga angesetzt. Groß angekündigte Asse aus diesen Klassen traten dann letztendlich nicht in Altlünen an.

Die Endspiele blieben zwar attraktiv. Doch durch die Qualifkation quälte sich mehr Masse aus Verbands- und Regionalliga als die große Klasse. Kiewitt: "Als sich jetzt herauskristallisierte, dass über Pfingsten die 1. und 2. Bundesliga spielen, haben wir einen Rückzug gemacht. Dafür geben wir keine 5000 Euro Preisgeld aus!"

Das Loch sollen die Männer füllen

Die Lösung des Verlustes sollen jetzt die Herren sein - und zwar die der Altersklassen 30 und 35. In einem 24er-Feld dürfte das ein Wiedersehen mit den ehemaligen Davis-Cup-Spielern Jens Wöhrmann, Karsten Braasch und Co. bedeuten.

Allerdings wird das Turnier zeitlich eingegrenzt. Nicht mehr ab Dienstag vor Pfingsten bis Pfingstsonntag, sondern nur noch am Samstag und Sonntag des Feiertagwochenende wird dann gespielt - auch um 5000 Euro Preisgeld. Aufgelockert werden soll der Vergleich noch durch eine Doppelkonkurrenz.

Der Schwerter Spielervermittler Matthias Gräser soll die Akteure nach Altlünen locken. Er baute in seiner Heimatstadt selbst erfolgreich ein Herren-30-Turnier auf.

Immerhin: Mehr freie Plätze und weniger Arbeit

Nimmt der Deutsche Tennis-Verband keine Rücksicht auf Turniere der kleineren Vereine, wird es auch im nächsten Jahr keine Rückkehr zum internationalen Pfingst-Vergleich der Damen geben. Das heißt für den Verein immerhin weniger Arbeit und mehr freie Plätze über die Feiertage für das Spiel der eigenen Mitglieder.

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