Tödliches Drama in Münster: 41-Jähriger tötete seine 23-jährige Freundin und dann sich selbst

Polizei Münster

Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus: In einer Wohnung im Münsteraner Geistviertel wurden eine 23-jährige Frau und ein 41-jähriger Mann tot aufgefunden. Die Frau wurde erstochen.

Münster

17.01.2020, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tödliches Drama in Münster: 41-Jähriger tötete seine 23-jährige Freundin und dann sich selbst

Die Polizei ermittelt (Symbolfoto) © dpa

Ein Drama mit tödlichem Ausgang hat sich am Donnerstagabend in einer Wohnung an der Straße Grüner Grund in Münster abgespielt. Wie Staatsanwaltschaft Münster und Polizei Münster in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten, wurde eine junge Frau offensichtlich von ihrem Freund getötet, der sich anschließend selbst das Leben nahm.

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Am Donnerstagabend verständigten Zeugen über den Notruf Rettungskräfte und Polizei, nachdem sie in einer Wohnung an der Straße Grüner Grund zwei leblose 23 und 41 Jahre alte Personen in einem Zimmer einer Wohngemeinschaft tot aufgefunden hatten.

In der Wohnung lebte eine 23-Jährige zusammen mit ihrer 21-jährigen Mitbewohnerin. Die 23-Jährige führte eine Beziehung mit dem 41-jährigen Verstorbenen, der sich regelmäßig in der Wohngemeinschaft aufhielt.

In der Beziehung war es immer wieder zu Streit gekommen

Die Auffindestituation in dem Zimmer deutete darauf hin, dass der Tod der jungen Frau vorsätzlich durch den 41-Jährigen herbeigeführt wurde und dieser sich im Anschluss selbst das Leben nahm.

„Für die 23-jährige Frau und ihren 41-Jahre alten Partner kam jede Hilfe zu spät“, erklärte der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Dirk Bommert am Freitag. „Wir erhielten mittlerweile Hinweise darauf, dass es in der Beziehung immer wieder zu Streit kam. Möglicherweise ist ein Streit gestern eskaliert.“

Beide Leichname werden am Freitag obduziert

Zur Klärung der Todesursache wurden beide Leichname am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft im Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster obduziert.

„Nach dem Obduktionsergebnis hat der 41-Jährige zunächst seine Partnerin mit einem Messer getötet und sich damit dann selbst tödlich verletzt“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Hinweise auf die Beteiligung einer dritten Person liegen nicht vor.“

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