Trump gegen Biden: So haben die US-Bundesstaaten gewählt

US-Wahl

Donald Trump gegen Joe Biden: Viele Experten sprechen von der spannendsten US-Wahl seit Jahrzehnten, zumal das Land geteilt ist, wie kaum zuvor. So haben die Bundesstaaten gewählt.

04.11.2020, 02:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die ersten Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen sind da - und es sieht nach einem engen Rennen aus.

Die ersten Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen sind da - und es sieht nach einem engen Rennen aus. © picture alliance/dpa

In der US-Präsidentschaftswahl haben die ersten Bundesstaaten die Auszählung ihrer Stimmen beendet. Den Ergebnissen zufolge, wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden.

Der Republikaner Trump konnte, nach Hochrechnungen des Nachrichtensenders CNN, die Bundesstaaten Texas, Kentucky, South Carolina und Indiana für sich entscheiden. Für Experten war dieser Ergebnis jedoch nicht verwunderlich, schließlich sind die Staaten traditionell republikanisch und waren schon bei der letzten Wahl fest in Trumps Hand. Trump konnte zudem den wichtigen Schlüsselstaat Florida für sich gewinnen.

Republikaner scheinen Mehrheit im Senat zu halten

Die Demokraten hatten sich nicht nur zum Ziel gesetzt, die Präsidentschaft zu gewinnen, sie wollten auch die Mehrheit im Senat erobern. Doch dabei gab es einige Rückschläge. Viele republikanische Senatoren, die als Wackelkandidaten galten, verteidigten ihre Sitze.

Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren in den Kongress, bisher hielten die Republikaner eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Stand 9.45 Uhr MEZ konnten die Demokraten einen Sitz aufholen - sie hatten nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP 45 Sitze, die Republikaner 47. Demnach waren noch die Ergebnisse zu fünf Republikanern und einem Demokraten offen.

Der Senat bestätigt unter anderem die Kandidaten für Regierungsposten oder das Oberste Gericht, was ihn besonders wichtig für einen Präsidenten macht.

Repräsentantenhaus bleibt demokratisch

Die TV-Sender NBC und Fox News prognostizierten unterdessen, dass die Demokraten ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus behalten werden. Sie hielten bisher 232 der 435 Sitze in der Kongress-Kammer, die am Dienstag komplett zur Abstimmung stand.

Zum Stand 9.45 Uhr MEZ am Mittwoch wurden nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP 181 Demokraten und 173 Republikaner gewählt. Die Republikaner gewannen demnach vier Sitze dazu. Für die Mehrheit braucht man in der Kammer 218 Stimmen.

Traditionell republikanisch

Auch die Tatsache, dass Trump West Virginia für sich entscheiden konnte, war bereits im Vorfeld abzusehen. Der Bundesstaat ist stark durch die Kohleindustrie geprägt. Trumps Energiepolitik, etwa die Aufkündigung des Pariser Klima-Vertrags, hat hier viele Arbeitsplätze gesichert.

Auch die Staaten Oklahoma, Mississippi, Missouri, Alabama, Arkansas, South und North Dakota, und Tennessee gehen an Trump. Alle keine große Überraschung, ist doch die Zahl der Trump-Anhänger in diesen Staaten sehr groß.

Traditionell demokratisch

Auf der anderen Seite ging drei Staaten an der Westküste an Biden. California, Oregon und Washington wählen traditionell demokratisch. Genauso wenig überraschend ist das Ergebnis in New Hampshire, Virginia und Vermont. Diese Staaten konnte Trumps Konkurrent, der Demokrat Joe Biden, für sich entscheiden.

Biden kann auch Illinois, New Jersey, Massachusetts, Maryland, Connecticut, Rhode Island und seinen Heimatstaat Delaware für sich entscheiden.

Eine Übersicht:

Diese Staaten haben republikanisch gewählt:

  • Florida (29 Wahlleute)
  • Texas – (38 Wahlleute)
  • Indiana (11 Wahlleute)
  • Kentucky (8 Wahlleute)
  • Oklahoma (7 Wahlleute)
  • Tennessee (11 Wahlleute)
  • West Virginia (5 Wahlleute)
  • Arkansas (6 Wahlleute)
  • South Dakota (3 Wahlleute)
  • North Dakota (3 Wahlleute)
  • Utah (6 Wahlleute)
  • Kansas (6 Wahlleute)
  • Louisiana (8 Wahlleute)
  • Nebraska (4 von 5 Wahlleuten)
  • South Carolina (9 Wahlleute)
  • Missouri (10 Wahlleute)
  • Wyoming (3 Wahlleute)
  • Mississippi (6 Wahlleute)
  • Ohio (18 Wahlleute)
  • Idaho – (4 Wahlleute)
  • Iowa – (6 Wahlleute)
  • Montana – (3 Wahlleute)
  • Alabama - (9 Wahlleute)

Diese Staaten haben demokratisch gewählt:

  • Vermont (3 Wahlleute)
  • Delaware (3 Wahlleute)
  • D.C. (3 Wahlleute)
  • Maryland (10 Wahlleute)
  • Massachusetts (11 Wahlleute)
  • New York (29 Wahlleute)
  • New Jersey (14 Wahlleute)
  • Connecticut (7 Wahlleute)
  • Colorado (9 Wahlleute)
  • New Hampshire (4 Wahlleute)
  • Illinois (20 Wahlleute)
  • Kalifornien (55 Wahlleute)
  • Oregon (7 Wahlleute)
  • Washington (12 Wahlleute)
  • Virginia (13 Wahlleute)
  • Minnesota (10 Wahlleute)
  • Rhode Island – (4 Wahlleute)
  • Nebraska (1 von 5 Wahlleuten)
  • New Mexico (5 Wahlleute)

Da es in den USA keine zentrale Wahlleitungsbehörde gibt, werden die Hochrechnungen von den großen Fernsehsendern wie CNN und Fox übernommen.

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