Untersuchung nach dem Tod

22.02.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Untersuchung nach dem Tod

Die Wissenschaftler werten Proben aus und prüfen zum Beispiel Blutwerte. dpa © picture alliance / dpa

Von Kevin Kindel

Haltern. Der Tod ist ein Thema, mit dem jeder Mensch früher oder später konfrontiert wird. Manche Menschen werden über 100 Jahre alt, andere leben zum Beispiel wegen Krankheiten gar nicht lange. Wenn jemand stirbt, bei dem die Ursache nicht klar ist, kommt häufig die sogenannte Gerichtsmedizin zum Einsatz. Dort arbeiten Wissenschaftler, die herausfinden wollen, woran eine Person gestorben ist.

Allerdings finden sie bei einer sogenannten Obduktion nicht immer das, wonach sie suchen. Drei bis fünf Prozent aller Obduktionen führen zu keinem Ergebnis, sagt der Gerichtsmediziner Dr. Thomas Bajanowski. Das heißt, dass von 100 untersuchten Fällen die Todesursache bei drei bis fünf unklar bleibt: „Wenn es überhaupt keinen Hinweis auf Erkrankungen gibt, bleiben diese Fälle ungeklärt. Das kommt leider Gottes vor“, so Bajanowski.

So war das auch vor sieben Jahren, als zwei junge Männer aus Haltern gestorben sind. Tagsüber haben die Kollegen zusammen in einer Werkstatt gearbeitet, am nächsten Morgen sind sie jeweils tot in ihren Wohnungen gefunden worden. Woran das lag, das ist bis heute ein großes Fragezeichen.