Verdi kündigt Warnstreiks für kommende Woche an

Niedriglohnsektor

Die Gewerkschaft Verdi kündigt Warnstreiks in der Wach- und Sicherheitsbranche an. Grund sei, dass die Beschäftigten trotz guter Wirtschaftslage „mit minimalen Cent-Beträgen abgespeist“ werden.

Düsseldorf

11.01.2021, 05:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes steht mit Handschuhen vor dem Eingang eines Einkaufszentrums. In der kommenden Woche kommt es zu Warnstreiks in der Sicherheitsbranche.

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes steht mit Handschuhen vor dem Eingang eines Einkaufszentrums. In der kommenden Woche kommt es zu Warnstreiks in der Sicherheitsbranche. © picture alliance/dpa

Im Tarifkonflikt in der Wach- und Sicherheitsbranche hat die Gewerkschaft Verdi für kommende Woche Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Die Aktion soll demnach am Montag beginnen und den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, ein verbessertes Angebot vorzulegen.

Betroffen sind etwa der Personenschutz und der Pfortendienst

„Trotz der guten wirtschaftlichen Lage der Branche sollen die Beschäftigten mit minimalen Cent-Beträgen abgespeist werden“, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker am Sonntag. Betroffen seien etwa der Personenschutz sowie der Objektschutz und Pfortendienst in Betrieben.

Den Auftakt der Streikwoche machen nach Verdi-Angaben am Montag Beschäftigte des Unternehmens Kötter. Flughafen-Sicherheitskontrollen seien nicht betroffen. Streikversammlungen soll es wegen der Corona-Pandemie nicht geben.

Nächste Tarifverhandlung ist für den 18. Januar geplant

Die Gewerkschaft fordert für die rund 52 000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe eine Lohnerhöhung von 1 Euro pro Stunde, mindestens aber 6 Prozent, bei einer Laufzeit von einem Jahr. Das Arbeitgeberangebot sei in einer zweiten Verhandlungsrunde lediglich auf 1,6 Prozent im ersten und 2,6 Prozent im zweiten Jahr angehoben worden, erklärte Verdi.

Die Sicherheitsbeschäftigten arbeiteten im Niedriglohnbereich. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 18. Januar geplant. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) war kurzfristig nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

dpa

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