Verfolgungsjagd mit 200 km/h durch das Ruhrgebiet - 60-Jähriger rammt zwei Streifenwagen

Kamener Kreuz bis Mülheim

100 Kilometer lang hat die Polizei einen Land Rover auf der A2 und der A3 verfolgt. Der Fahrer durchbrach eine Sperre, rammte Streifenwagen und überfuhr einen Nagelbalken. Es gab vier Verletzte.

NRW

27.11.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verfolgungsjagd mit 200 km/h durch das Ruhrgebiet - 60-Jähriger rammt zwei Streifenwagen

Die Verfolgungsjagd führte über zwei Autobahnen rund 100 Kilometer durch das ganze Ruhrgebiet. © picture alliance / dpa

Auf einer fast 100 Kilometer langen Strecke zwischen dem Kamener Kreuz und Mülheim an der Ruhr verfolgten Streifenwagen aus mehreren NRW-Städten am Dienstag (26.11.)) einen Pkw aus dem Kreis Euskirchen.

Der Land Rover fiel zunächst ab 22.25 Uhr mehreren Verkehrsteilnehmern auf der Autobahn 2 bei Bielefeld in Richtung Dortmund auf. Sie verständigten die Polizei.

Kurz vor dem Kamener Kreuz erkannte ein Streifenteam der Dortmunder Autobahnpolizei den weiterhin auffälligen Wagen, dessen Fahrweise bei bis zu 200 km/h extrem gefährlich war.

Der Fahrer wechselte bei hohem Tempo immer wieder die Spuren, fuhr dicht auf vorausfahrende Fahrzeuge auf, bremste mehrmals auch stark ab und ignorierte die Stoppzeichen der Polizeifahrzeuge. Mehrfach gefährdete der Fahrer den Verkehr.

Sperre bei Oberhausen einfach durchbrochen

Die Verfolgungsfahrt führte über die A2 durch Lünen, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herten, Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop und Oberhausen auf die Autobahn 3 in Richtung Köln vorbei an Duisburg und Mülheim. Eine erste Sperrstelle konnte der Fahrer bei Oberhausen mit einem riskanten Manöver durchbrechen. Kurz darauf rammte er zwei Streifenwagen.

Zwischen dem Rastplatz „Entenfang“ in Mülheim und dem Kreuz Breitscheid überfuhr der Mann auf der A3 einen von der Polizei ausgelegten Nagelbalken. Mehrere Einsatzkräfte nahmen auf der gegen 23.40 Uhr kurzzeitig gesperrten Autobahn den Fahrer, einen 60-jährigen Mann aus dem Kreis Euskirchen, fest.

Vier Verletzte und vier beschädigte Streifenwagen

Bei dem Einsatz wurden drei Polizisten und der Fahrer leicht verletzt. Zu Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern kam es nicht. Vier Streifenwagen der Polizei und das Fluchtfahrzeug wurden durch gezieltes Rammen und Kollisionen beschädigt.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehrs gegen den geistig verwirrten Mann, der in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde.

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