Viele NRW-Wintersportgebiete weiter gesperrt - „Bleiben Sie zu Hause“

Lockdown

Die Kommunen in den NRW-Wintersportregionen hoffen auch an diesem Wochenende, dass so wenig Menschen wie möglich kommen. Die Polizei ist auf alles vorbereitet.

Winterberg/Hellenthal

16.01.2021, 10:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine mobile Anzeige weist auf das Betretungsverbot auf Ski- und Rodelpisten hin.

Eine mobile Anzeige weist auf das Betretungsverbot auf Ski- und Rodelpisten hin. © picture alliance/dpa

Auch an diesem Wochenende bleiben im Sauerland und in der Eifel viele Ski- und Rodelhänge, Parkplätze und Zufahrten gesperrt. Der Bürgermeister von Winterberg, Michael Beckmann (CDU), appellierte an mögliche Tagesgäste: „Bleiben Sie in Lockdown-Zeiten zu Hause, um so möglichst bald nach dem Lockdown unsere Ferienregion richtig zu genießen.“

Man sei erneut auf einen größeren Einsatz vorbereitet, sagte ein Sprecher der Kreispolizeibehörde in Meschede. Die Kreispolizei wird dabei erneut von der Reiterstaffel und Bereitschaftspolizisten unterstützt, um bei Verkehrsproblemen reagieren zu können und die Ordnungsämter bei der Einhaltung der Corona-Auflagen und Sicherung gesperrter Pisten zu unterstützen.

„Wir appellieren natürlich, dass man nicht die Orte kommt“, so der Sprecher weiter. Die Stadt Winterberg hatte schon am Donnerstag mitgeteilt, dass Pisten und Parkplätze gesperrt seien.

Ordnungshüter mit mehr Personal vor Ort

Die Ordnungsbehörden seien abermals personell aufgestockt worden, um darauf zu achten, dass die Regeln eingehalten würden. Auch in Schmallenberg sollen mit gesperrten Hängen und Parkplätzen Tagesausflügler von einem Ansturm auf die winterliche Landschaft abgehalten werden.

Auch in der Eifelgemeinde Hellenthal kündigten die Ordnungsdienste an, weiter präsent zu sein. Mehrere Parkplätze seien gesperrt. Im Oberbergischen Kreis verwies die Gemeinde Reichshof mit seinem Wintersportgebiet Blockhaus-Belmicke auf die dort geltende 15-Kilometer-Hotspot-Regel, die eine Anreise für Freizeitaktivitäten von weiter weg ohnehin untersage.

Wildparken bleibt verboten

In Nordrhein-Westfalen gibt es aber auch weiterhin Ausflugsziele, an denen die Parkplätze nicht gesperrt werden, wie etwa am Hermannsdenkmal und an den Externsteinen im Kreis Lippe. Wildparken sei allerdings nicht erlaubt, sagte eine Sprecherin des Landesverbands Lippe.

Gerade Familien wolle man im Lockdown die Möglichkeit geben, sich an der frischen Luft zu bewegen, hatte der Verband schon vor einigen Tagen mitgeteilt. Das Wetter bleibt derweil winterlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ab Samstagabend von Westen her mit Schneefall, der später in gefrierenden Regen übergehen kann. Die Experten warnen vor erheblicher Straßenglätte.

dpa

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