Vorbildliche Krisen-Kommunikation: Christian Drosten erhält Sonderpreis

Coronavirus

Charité-Mediziner Christian Drosten klärt die Republik seit Wochen über die Gefahren von Covid-19 auf. Nun soll er für seine Krisen-Kommunikation mit einem Sonderpreis ausgezeichnet werden.

Essen

21.04.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Christian Drosten erhält einen mit 50.000 Euro dotierten Sonderpreis für Krisen-Kommunikation.

Christian Drosten erhält einen mit 50.000 Euro dotierten Sonderpreis für Krisen-Kommunikation. © picture alliance/dpa

Der Virologe Christian Drosten erhält in diesem Jahr den einmalig mit 50.000 Euro dotierten „Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid19-Pandemie“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes.

Auszeichnung für besondere Rolle der Wissenschaft

Außerhalb des Preisverfahrens werde Drosten für „außerordentliche Leistungen für Wissenschaft und Gesellschaft angesichts einer dramatischen Pandemieentwicklung“ ausgezeichnet, hieß es.

Er stehe für die besondere Rolle, die der Wissenschaft während der Pandemie zukomme, und erkläre auf anschauliche, transparente sowie faktenbasierte Weise, was Wissenschaft wisse und wie sie arbeite. Dabei korrigiere der Virologe der Berliner Charité etwa auch wissenschaftlich nicht belegte Thesen und rede über die Grenzen seines eigenen Wissens.

Communicator-Preis erhält Berliner Fischereiwissenschaftler

Den mit 50.000 Euro dotierten Communicator-Preis erhält der Berliner Fischereiwissenschaftler Robert Arlinghaus. Dem Professor für Integratives Fischereimanagement an der Humboldt-Universität zu Berlin gelinge es, Angelfischerei mit den Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und verantwortlichem Umgang mit der Natur zu verknüpfen, teilten DFG und Stifterverband am Montag in Essen mit.

Der „Communicator-Preis - Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“ wird seit dem Jahr 2000 verliehen. Das Preisgeld soll den Angaben zufolge das Engagement der Ausgezeichneten unterstützen und ihnen neue Projekte ermöglichen.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören etwa die Informatikerin Katharina Anna Zweig und der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick. Nach momentanen Stand sollen die beiden Preise im Rahmen der Jahresversammlung der DFG am 30. Juni in Berlin vergeben werden.

RND/mf/epd

Lesen Sie jetzt