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DFB-Minispielfeld: Ein Geschenk, das Kosten mitbringt

25.02.2008

Vreden Das Sprichwort vom "geschenkten Gaul" bemühte keiner im der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Dennoch: Das Minispielfeld, das der Deutsche Fußballbund der St. Norbertschule zugestehen möchte, ist ein Geschenk, das der Stadt zurzeit noch etwas Probleme bereitet. 13 mal 20 Meter groß ist der Kunstrasenplatz, den der DFB spendiert. Und was so ein Feld kostet, wissen die Vredener Kommunalpolitiker ganz genau, weil sie aktuell über einen Kunstrasenplatz in "Profigröße" diskutieren. Aber: "Das ist ein Geschenk, das Kosten verursacht. Davon dürfen es nicht mehr werden mitten in den Haushaltsberatungen", kommentierte Barbara Drösser aus der Rathaus-Kämmerei mit einem Anflug von Verzweiflung.

20 000 Euro

20 000 Euro müssen nun noch im Haushalt bereitgestellt werden, für die Herrichtung des Untergrunds, aber vielleicht auch für Lärmschutzmaßnahmen, wie der Ausschuss erfuhr. Der Kunstrasenplatz soll neben der Turnhalle errichtet werden, auf einem Platz, auf dem die Kinder sonst auch spielen. Allerdings: Wird dort ein Platz installiert, muss die Geräuschimissionsrichtlinie beachtet werden - "und das wird wohl sehr schwierig", ordnete Fachbereichsleiter Joachim Hartmann die Sachlage ein. Eine Lärmschutzwand oder eine zeitliche Einschränkung für die Nutzung des Platzes seien die bisherigen Lösungsansätze - "beide nicht sehr sympathisch".

Traurige Rechtslage

"Da ist eine Schule, da ist ein Schulhof, da sind Kinder", zählte Bernd Schlipsing (CDU) auf. Da von Immissionen zu sprechen, sei eine Unverschämtheit, gab er seine persönliche Meinung zu den Richtlinien wieder. "Die Rechtslage ist traurig, aber sie ist da. Und doch ist es unlogisch, sonst wird da doch auch gespielt", kommentierte Reinhard Laurich (SPD). "Die Leute, die da wohnen, wissen das ja. Aber wir müssen die Gesetze einhalten", ergab sich Helma Benke mit Verweis auf "einige unerfreuliche Urteile" der Situation. Es sei besser, mit dem Problem offen umzugehen, betonte auch Bürgermeister Hermann Pennekamp. ewa

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