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Discountergebäude soll sich anpassen

19.02.2008

Discountergebäude soll sich anpassen

<p>In direkter Nachbarschaft zum altehrwürdigen Georgianum mit seiner prägnanten Architektur soll ein neuer Discountmarkt entstehen - aber tunlichst in einem Gebäude, das sich in die Umgebung einfügt, wünschen sich die Vredener Kommunalpolitiker. Winter-Weckenbrock</p>

Vreden "Städtebauliche Sünde", "nicht tragbar" oder "Schandfleck" - das Urteil für die neu vorgelegte Planung für einen Plus-Discountmarkt am Kreisverkehr an der Oldenkotter Straße, dort, wo zurzeit noch ein Edeka-Markt beheimatet ist, fiel im jüngsten Bauausschuss auf deutliche Ablehnung bei SPD, Grünen und der UWG. Gegenüber des altehrwürdigen Gymnasiums Georgianum zuerst ein Parkplatz und dahinter ein Gebäude mit einem verzinkten "Doppel-Pultdach" - diese Vorstellung behagte auch der Verwaltung und der CDU nicht. "Diese Konzeption ist besser als die zunächst vorgestellte, aber auch keine städtebauliche Idealfigur für diesen Standort. Dennoch kommen wir letztlich zu einer positiven Bewertung", fasste Fachbereichsleiter Joachim Hartmann die Sicht der Verwaltung zusammen.

"Bauchschmerzen"

"Mit Bauchschmerzen" werde die CDU zustimmen, erklärte Hermann Geesink zunächst: "Die Bürger wünschen einen Markt dort, und es ist anders wohl nicht machbar." Diese Argumentation konnte die Opposition nicht nachvollziehen: "Wir begehen hier eine städtebauliche Sünde, das ist eine Sache, die geht gar nicht", protestierte Reinhard Laurich (SPD). "Dieser Plan nimmt nur auf das Portemonnaie des Investors Rücksicht", kritisierte Gerd Welper (Grüne) die "0815-Planung" für den Markt, den man "auf jede Wiese" stellen könne. Mit zweierlei Maß zu messen, warf auch Elmar Kampshoff Verwaltung und CDU vor: Er wünschte der Mehrheitsfraktion Weisheit, "damit es nicht nachher heißt: 'Diesen Schandfleck haben wir der CDU zu verdanken'".

"Noch etwas möglich"

"Sachlich bleiben", dazu rief Ausschussvorsitzender Heinrich Noldes (CDU) auf. "Der Investor ist doch willens, etwas zu tun." Gestaltungsmäßig sei sicher noch etwas möglich, meinte er. "Wir stehen unter Zugzwang, das habe ich nicht gern", entgegnete Agnes Schültingkemper (CDU). Letztlich fiel der Beschluss, dass dem Investor mitgeteilt werden solle, bei den Planungen Rücksicht auf die hochwertige Architektur des Gymnasiums zu nehmen - und diese bis zur nächsten Bauausschusssitzung erneut vorzulegen. ewa

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