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Film beschert Zeitreise

Vreden Unsere Zeit mit ihren schnellen Veränderungen auf allen Lebensgebieten lässt nur selten einmal Muße für einen intensiven Rückblick zu. Auch deswegen freute sich der Heimatverein Lünten über den Besuch der zahlreichen jungen und ältere Heimatinteressierten.

24.02.2008

Film beschert Zeitreise

<p>Werner Altemöller zeigte, unterstützt durch seine Ehefrau, Filme über das historische Münsterland.</p>

Der Filmvortrag "Dat olle Mönsterland" bot einen Steifzug durch Landschaft, Kultur und Brauchtum. Wie der Alltag der Eltern oder Großeltern aussah, das konnten sich die jüngeren Menschen gar nicht mehr vorstellen - und die älteren Besucher fanden sich in manchem Arbeitsablauf wieder. Und waren überzeugt dass es nicht nur eine "gute, alte Zeit" war.

In fünfjähriger Kleinarbeit hatte es sich Werner Altemöller aus Borghorst zum Ziel gesetzt die Lebensbedingungen und die Kenntnisse der Arbeits- und Lebensweise aus dem vorigen Jahrhundert festzuhalten und in lebendiger und farbiger Form vortragen zu können.

Arbeitsablauf

Altemöller hatte Wert darauf gelegt, dass in den vielen Großaufnahmen die Handgriffe und der Arbeitsablauf klar erkennbar wurden, denn sie sollen Informationen vermitteln, die schon vielfach vergessen sind. So entstand ein 90-minütiger Farbtonfilm, der mit einem geographischen und geschichtlichen Teil die Bedeutungen der Grenzen Steinfurt-Münster, der Marken und Eschsiedlungen erläuterte. Viele alte Grenzsteine, so genannte "Schnadesteine", erinnern an die langen Grenzstreitigkeiten zwischen den Hochstift Münster und den Grafen von Steinfurt, davon zeugen noch die alten Schnadegänge. Der Film führte zu alten Landwehren und erklärte die Bedeutung dieser Grenzbefestigung von Kirchspielen und Territorien ebenso wie die Verschiedenartigkeit und Veränderung der Wasser- und Windmühlen sowie ihre wirtschaftliche Bedeutung für unsere Region. Das Kultivieren der Flächen und das bäuerlichen Schaffen wurden vielleicht noch niemals so lebendig in einem Film festgehalten. "Vöör Dau un Dach" - lange Arbeits tage waren damals selbstverständlich, und die Zeit war geprägt von schwerer körperlicher Arbeit.

Torf stechen

"Sett up de Ledder", die Hausschlachtung mit Schlachten, Wursten und Einsalzen, war vielen noch vertraut. Das Torfstechen, die Getreideernte und das Dreschen, das Bierbrauen sowie andere alte Handwerke wurden gezeigt. Einen der Höhepunkte bildete das bäuerliche Bierbrauen auf dem Hof Antonius Berning in Schöppingen. Die Bedeutung des Zusammenlebens in den Dörfern und deren Brauchtum in den Nachbarschaften wurden in der "Kindtaufe" und "Nachbarkarnevalfeierlichkeiten" bewusst gemacht.

Fazit: Der Film "Dat olle Mönsterland" fand bei allen Heimatinteressierten großen Anklang.

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