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Kulturraum Stiftskirche: Spaans spielt Cembalo

15.02.2008

Kulturraum Stiftskirche: Spaans spielt Cembalo

<p>Marieke Spaans spielt morgen in der Stifskirche. MLZ-Foto</p>

Vreden Marieke Spaans zählt zu den renommiertesten und vielversprechendsten Cembalisten der jungen Generation und präsentiert in der Stiftskirche St. Felicitas, Vreden, eines der wohl zeitlosen Werke Johann Sebastian Bachs: die berühmten "Goldberg-Variationen". Am morgigen Sonntag, 17. Februar, ist diese faszinierende Herausforderung für jeden Tastenvirtuosen um 19 Uhr in der Projektreiche "Kulturraum Stiftskirche" zu erleben.

Wenn Marieke Spaans vom "großen Reichtum an unterschiedlichen Charakteren und Affekten in Bachs Goldberg-Variationen" spricht, beginnen die Augen der international gefragten Cembalistin zu leuchten. "Alle denkbaren Tänze und Satzformen des Barock finden sich in den Variationen", fährt die niederländische Künstlerin fort und betont, dass auch die erforderliche Fingertechnik die gesamte Bandbreite eines Virtuosen abdecke.

Stück ist klar definiert

Die "Goldberg-Variationen" seien übrigens eines der wenigen Werke, in denen Bach eindeutige Anleitungen zur Instrumentation gab: Klar definiert er, ob eine Variationen auf zwei Manualen oder nur auf einem Manual des Cembalos gespielt werden soll - nicht nur klanglich macht dies deutliche Unterschiede. Seit 2004 ist Marieke Spaans Professorin für historische Tasteninstrumenten am Trossinger Institut für Alte Musik. Dabei versteht sie es immer wieder aufs Neue, nicht nur ihre eigene Begeisterung für die Meisterwerke der Musikgeschichte und das eigene künstlerische und technische Können ihren Studierenden zu vermitteln, sondern auch, ihr Konzertpublikum zu faszinieren.

Das Cembalo, das Marieke Spaans in ihren Konzerten benutzt, ist eine Kopie nach dem Cembalo von Johannes Ruckers d. J. aus Antwerpen von 1624, das seit 1980 im Museum Unterlinden in Colmar (Elsass) aufbewahrt wird. Die Kopie dieses Instrumentes ist von Titus Crijnen gebaut worden.

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