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Kunstvoll arrangierte Mordopfer im Krimi

18.02.2008

Kunstvoll arrangierte Mordopfer im Krimi

<p>Thomas Hoeps (l.) und der niederländische Autors Jac. Toes bei der Lesung am Freitag in der Bücherei in Vreden. Dirking</p>

Vreden Das ist neu - eine Premiere in den deutsch-niederländischen Kulturbeziehungen: Zum ersten Mal legt ein Autorenduo einen grenzüberschreitenden Kriminalroman vor. Der spannende Krimi "Nach allen Regeln der Kunst - Kunst zonder genade" des deutschen Schriftstellers Thomas Hoeps und des niederländischen Autors Jac. Toes spielt in der Welt der modernen Kunst und in den Museen beidseits der Grenze.

Mehr als 60 Besucher, darunter viele Niederländer, waren am Freitagabend zu der zweisprachigen Lesung in die Öffentliche Bücherei Vreden gekommen. Büchereileiter Michael Schürmann freute sich, dass es in Kooperation mit der Volkshochschule und dem Ausschuss für deutsch-niederländische Zusammenarbeit Vreden gelungen sei, diese Lesung zu ermöglichen, zu der er auch die stellvertretende Bürgermeisterin Walburga Schmitz begrüßen konnte. Adelheid Boer von der VHS hieß die Teilnehmer in niederländischer Sprache willkommen.

Hauptfiguren der Handlung sind eine niederländische Polizei-Profilerin und ein deutscher Restaurator am Museum, die drei Mordfälle aufzuklären haben. Als erstes wird in einem deutschen Museum die Leiche einer Frau gefunden, versteckt in einer Kunstinstallation.

Serienmörder

Man verdächtigt sogar den Museumsdirektor, doch der Restaurator glaubt nicht an seine Schuld. Wenig später entdeckt man in einem niederländischen Museum für Moderne Kunst eine Frauenleiche, ebenfalls kunstvoll arrangiert in einem Exponat. Als noch ein weiterer Mord geschieht, vermutet man, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Das Autorenduo beschreibt sowohl in deutscher, als auch in niederländischer Sprache Voyeuristisches oder SM-Praktiken - grausame Einzelheiten der Misshandlung der Opfer werden bekannt, viele künstlerische Details fließen mit ein, ebenso die Recherchen von Kunstkritikern, die sich gegenseitig mit spektakulären Deutungen dieser mysteriösen Kriminalfälle überbieten.

Ende nicht verraten

Es blieb spannend. Natürlich verrieten die Autoren nicht alles; nur soviel, dass die Story ein versöhnliches Ende nehme. Für die Zuhörer war es auch interessant, etwas über die Entstehung des Romans zu erfahren, den die beiden Autoren gemeinsam entwickelt haben, wobei sie ihre Blicke auch auf die Kunstwerke lenkten, und Jac. Toes lachend gestand, dass er nicht habe glauben können, dass es in Deutschland Kunstwerke aus Schokolade gebe.

Und schmunzelnd erzählte Thomas Hoeps, dass die Gäste eines Cafés keinen Verdacht schöpften, als er sich mit Jac. Toes darüber unterhalten habe, in welchem Kapitel des Buches der Mord geschehen solle. Der Büchereileiter bedankte sich für die spannende Unterhaltung. sd

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