Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ordnungsgemäß befördern

Vreden "Faktisch zu voll, auch wenn rechtlich in Ordnung" - auf diese Formel brachte Erster Beigeordneter Dr. Christoph Holtwisch die städtische Sicht der Dinge in Bezug auf den Schulbusverkehr von Ellewick nach Vreden im Anschluss an eine einwöchige Zählung.

07.02.2008

Ordnungsgemäß befördern

<p>Gute Stimmung im Schulbus - das wünschen sich Schüler, Eltern, Busfahrer und auch die Verantwortlichen der Stadt. Vor dem Nachhauseweg nach Lünten sind diese Schüler und Busfahrer Bernd Wessels bester Laune... Winter-Weckenbrock</p>

So ist wie berichtet Abhilfe geschaffen worden auf dieser Linie, auf der zweiten "Problemlinie" Vreden-Südlohn sei bereits ein Angebot eingeholt worden dafür, an einigen Tagen getrennte Busse ab Gymnasium und Förderschule fahren zu lassen, berichtete der Beigeordnete am Mittwoch im Schulausschuss. Im Nachgang des Antrags der Schulpflegschaften auf eine Optimierung des Schulbusverkehrs informierte Holtwisch über Grundsätzliches zur Schülerbeförderung und über das Ergebnis der Gespräche der Stadt mit den einzelnen Schulen.

"Wir sind sehr froh, dass sich eine Besserung einstellt", betonte Sandra Lentfort, sachkundige Bürgerin der Grünen im Ausschuss und Schulpflegschaftsvorsitzende der Walbertschule, und es werde auch die schwierige Aufgabe der Verwaltung anerkannt, den Schulbusverkehr zu koordinieren. Doch: Gerade in Ellewick hätten sich einige Mütter über Wochen darum bemüht, dass sich die Kinder in den Bussen richtig verteilten - und hätten sich bei den Verantwortlichen nicht ernst genommen gefühlt. "40 mal 40 Zentimeter Stehplatz pro Kind mit Schultasche ist zu wenig", stellte Lentfort fest. Die Forderung der Schulpflegschaften sei, nicht mehr als 75 Kinder pro Schulbus zu rechnen: "Dann können sich alle festhalten."

Auch wenn Reinhard Laurich (SPD) wegen des scharf formulierten Antrags der Eltern Ansatzpunkte dafür sah, dass es anders gewesen sein könnte: Dass die Eltern mit ihrer Kritik in der Verwaltung belächelt worden seien, könne er sich nicht vorstellen, betonte Dr. Holtwisch. Doch müsse man sehen, dass nach einer Beschwerde nicht immer prompt reagiert werden könne: "Jede Änderung hat Auswirkung aufs System, und da muss man auch mal eine Zählreihe abwarten." Ab strakt eine Linie bei 75 zu ziehen sei schwer, ging er auf den Wunsch der Eltern ein.

Der Ausschuss beschloss letztendlich, dass die Verwaltung auch weiterhin eine ordnungsgemäße Schülerbeförderung aufrecht erhalten solle. "Wichtig ist", fasste Ausschussvorsitzende Kläre Winhuysen zusammen, " dass gemeinschaftlich über Probleme geredet wird". Wie Gisela Huning (CDU) bezeichnete sie es positiv, dass die Eltern sich einsetzten. ewa

Lesen Sie jetzt