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"Panzerknacker" gehen beim Tanken der Polizei ins Netz

29.02.2008

Vreden Als die Polizei Anfang September an einer Vredener Tankstelle ein Auto kontrollierte, ahnte sie noch nicht, welch großer Fang ihr dabei geglückt war. Vier mutmaßliche Mitglieder (26 bis 45 Jahre) einer Einbrecher-Bande müssen sich seit gestern vor dem Landgericht Münster verantworten.

Laut Staatsanwaltschaft hatten die Angeklagten in den Wochen zuvor die Umgebung von Ahaus und Vreden "unsicher gemacht", indem sie nachts in Wohn- oder Geschäftshäuser einbrachen. Dabei sollen sich die Freunde vor allem als Panzerknacker entpuppt haben: Offenbar rückten sie den Tresoren mit schwerem Gerät zu Leibe. Allein in einem Autohaus in Nottuln sollen sie im Juni rund 22 000 Euro gestohlen haben.

Wesentlich unübersichtlicher war ihre angebliche Beute Ende Juli in einem Bürohaus an der Max-Planck-Straße im Industriegebiet Gaxel: Nachdem die Täter den Tresor aufgeflext hatten, standen sie vor einem Wust unterschiedlicher ausländischer Banknoten. US-Dollars, britische Pfund, dazu Geldscheine aus Polen, Thailand und Malaysia: Wie die Einbrecher die Devisen später zu "echter" Beute machten, werden sie dem Gericht eventuell an einem der nächsten Verhandlungstage erzählen.

Beim gestrigen Prozessbeginn äußerte sich noch keiner der Angeklagten zu den Vorwürfen. Vor allem einer dürfte jedoch Schwierigkeiten haben, alles komplett abzustreiten. Im Gefängnis ist bei ihm Ende des Jahres ein Brief gefunden worden, den er offenbar an zwei weitere mutmaßliche Komplizen schreiben wollte. Darin heißt es: "Entweder ihr zahlt meiner Familie 3000 Euro oder ich sage, was wir noch alles gemacht haben..." Martin von Braunschweig

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