Wandgemälde soll Nordseite des Dortmunder Hauptbahnhofs verschönern

hzDortmund Hauptbahnhof

Das nördliche Eingangstor der Stadt kann jede Verschönerung brauchen. Ein knalliges Wandgemälde soll nun die Bahnhofs-Nordseite und den Vorplatz aufwerten. Aber nicht für immer.

Nordstadt

, 03.06.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein großes, knalliges Wandgemälde wird zukünftig an der Nordseite des Hauptbahnhofs die Blicke auf sich ziehen. Das neue Kunstwerk, eine Mischung aus Manga-Comic und Graffiti - reicht vom Stadtbahn-Zugang bis zum Nordausgang des Bahnhofs.

Solche Wandgemälde, sogenannte Murals, stehen für eine moderne Art der Gestaltung von Fassaden und haben eine besondere Ausstrahlung in den öffentlichen Raum. Mit der Umsetzung wurde das Dortmunder Unternehmen „More Than Words“ beauftragt. Die Gestaltung bezieht sich auf das Thema „Zukunft der Stadt Dortmund“.

Der Wermutstropfen: Die Gestaltung ist nur temporär, da der Bau im Zuge des Bahnhofsumbaus in einigen Jahren abgerissen wird. „Die Nordseite hat es lange verdient und ich freue mich sehr, dass uns die Realisierung dieses Kunstwerkes in enger und guter Kooperation mit der DB gelungen ist“, sagt Planungsdezernent Ludger Wilde. „Die Wand wird ein besonderes Element des nördlichen Bahnhofsvorplatzes und unterstützt uns auf unserem Weg, das Bahnhofsumfeld neu zu entwickeln.“ Das Ganze sei eins der wichtigsten Zukunftsprojekte in der City.

Gestaltung in Primärfarben

Die Farbwahl für das Wandgemälde lehnt sich an die Werke des niederländischen Künstlers Piet Mondrian an, der bevorzugt die Primärfarben Rot, Gelb und Blau sowie Schwarz, Weiß und Grau verwendet hat.

Wandgemälde soll Nordseite des Dortmunder Hauptbahnhofs verschönern

Die Stützmauer auf der Bahnhof-Rückseite ist eingerüstet und vorbereitet. Ein Teil ist bereits bemalt. © Susanne Riese

Die Künstler Fedor Wildhardt, Lars Gurofski, Goran Grubac und Markus Happe arbeiten mit grafischen Elementen und unterschiedlichen Typografien. Markus Happe, Inhaber von More Than Words: „Der Betrachter kann sich auf die Suche machen nach den Themen der Zukunft: Vision, Smart City, Urban, Nature, Wir, Digital, Freude, Liebe, Vielfalt.“ Ergänzt werden die Begriffe im Handletter Style durch Figuren des Künstlers Fedor Wildhardt „Cantwo“ aus Mainz, der das Team unterstützt. Die eingearbeiteten Handschriften stammen von dem ebenfalls weltweit arbeitenden Dortmunder Künstler Atomone.

Vorbereitungen haben bereits begonnen

Die vorbereitenden Arbeiten haben mit dem Aufbau eines riesigen Gerüsts bereits begonnen. Die rund 650 Quadratmeter Wandflächen wurden gereinigt und grundiert, nun skizziert das Künstlerteam die Entwürfe mit Farbspray auf die Wand. Anschließend werden sie in mehreren Ebenen farblich ausgearbeitet.

Kirchentag war der Auslöser

Bis zum 18. Juni soll der neue Hingucker fertig sein. Ludwig Jörder, Bezirksbürgermeister der Nordstadt, sagt, er lasse sich als Vertreter der Politik gern auf solch Neues und Buntes ein. „Für mich ist die Verbesserung des heutigen Zustandes sehr willkommen. Ich freue mich auf die neue Wahrnehmung des Eingangstors in die City von Norden.“ Das umso mehr, weil während des Kirchentags viele Besucher von außerhalb dort unterwegs sein werden.

Bei der Planung für das vom 19. bis 23. Juni stattfindende Ereignis, für das sich die Stadt überall herausputzt, war die Fläche an der Nordseite des Hauptbahnhofs aufgefallen. Es war klar, dass die Fassade zwischen den beiden Zugängen Hauptbahnhof und S-Bahn sowie Stadtbahn durch eine Wandgestaltung nur gewinnen kann. Der Bereich ist ein wichtiges Eingangstor in die City und zum Verkehrsknotenpunkt.

DB war sofort einverstanden

Die DB habe der Idee schnell zugestimmt, so die Stadt. Jörg Seelmeyer, Leiter des Bahnhofsmanagements Dortmund, freut sich über den Farbtupfer: „Das Konzept ist sehr modern und ich bin gespannt, was unsere Kundinnen und Kunden zu diesem bunten Empfang sagen. Wir haben bereits an anderen NRW-Bahnhöfen ähnliche Kunstwerke geschaffen - die Resonanz ist überall positiv.“

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