Warnstreiks im öffentlichen Dienst - mehrere Städte betroffen

Streiks

In vielen Ruhrgebietsstädten wird gestreikt. Betroffen sind die Kommunalverwaltungen. Die Gewerkschaft Verdi will damit den Druck auf Arbeitgeber im öffentlichen Dienst erhöhen.

01.10.2020, 12:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
In vielen Städten wird wieder gestreikt.

In vielen Städten wird wieder gestreikt. © picture alliance/dpa

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi die Kommunalverwaltungen zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen seien unter anderem Düsseldorf, Dortmund, Herne, Lünen, Mönchengladbach und Viersen sowie die Kreisverwaltung Recklinghausen, teilte ein Sprecher am Donnerstagmorgen mit.

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„Der Streik läuft seit etwa 7 Uhr an, die größten Auswirkungen werden wohl in großen Städten wie Düsseldorf und Dortmund zu spüren sein“, sagte der Verdi-Sprecher. In Lünen wird nach Auskunft der Gewerkschaft neben der Stadtverwaltung auch die Sparkasse zum Warnstreik aufgerufen.

In Herne beteiligen sich auch Beschäftigte der Stadtwerke und der Stadtentwässerungsbetriebe, in Mönchengladbach die Mitarbeiter der Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe.

Mehrere Bezirksverwaltungen in Dortmund betroffen

Inzwischen gibt es einen ersten Überblick über die Auswirkungen des Streiks in der Verwaltung. Demnach sind etwa die Bürgerdienste keinesfalls ganz lahmgelegt. Geschlossen sind die Bezirksverwaltungsstellen in Aplerbeck, Hombruch und Huckarde, berichtet Stadtsprecher Michael Meinders auf Anfrage.

Die anderen seien, eventuell mit Einschränkungen, geöffnet - auch das Dienstleistungszentrum der Bürgerdienste im Stadthaus. Das Sozialamt habe ebenfalls geöffnet.

Streik unter Corona-Bedingungen

Außerdem legen die Beschäftigten der Ruhr- und Niersverbände ihre Arbeit am Donnerstag nieder. Darüber hinaus werden die Warnstreiks im Gesundheitswesen in verkleinertem Rahmen fortgesetzt. Bestreikt werden demnach drei Kliniken in Düsseldorf, eine in Viersen sowie eine in Mönchengladbach. „Mit unserem Streikkonzept berücksichtigen wir die Bedingungen der Corona-Pandemie“, sagte der Sprecher. Man werde darauf achten, große Ansammlungen von Streikenden vor den Häusern zu vermeiden.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr.

Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden.

lnw

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