Wegen Corona: „Extreme Armut“ trifft bis zu 115 Millionen Menschen mehr

Coronavirus

Weite Teile der Welt werden aktuell von extremer Armut getroffen. Ausgelöst durch die Corona-Pandemie könnten bis zu 115 Millionen Menschen mehr in ärmliche Verhältnisse abrutschen.

Washington

08.10.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen Corona: „Extreme Armut“ trifft bis zu 115 Millionen Menschen mehr

© picture alliance/dpa

Ausgelöst durch die Corona-Pandemie steigt die Zahl der weltweit in extremer Armut lebenden Menschen nach Erwartungen der Weltbank um bis zu 115 Millionen Personen. Der Anteil der extrem armen Menschen vergrößere sich in diesem Jahr erstmals seit mehr als 20 Jahren, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bis 2021 könnten demnach 150 Millionen Menschen von weniger als 1,90 Dollar (rund 1,60 Euro) pro Tag leben müssen.

9,1 bis 9,4 Prozent der Weltbevölkerung sei erwartbar extrem arm; durch Corona seien 1,4 Prozent mehr betroffen als ursprünglich erwartet.

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Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller sagte: "In diesem Jahr werden bis zu 115 Millionen Menschen in extreme Armut fallen. Das macht viele Fortschritte der letzten drei Jahrzehnte zunichte." Der CSU-Politiker forderte: "Corona führt jetzt erstmals seit Jahren wieder zum Anstieg von Armut und Hunger in der Welt. Jetzt erst recht müssen wir am Ziel einer Welt ohne Hunger und Armut festhalten."

RND/dpa

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