Wegen der Pandemie wurde der Weihnachtsmarkt in Recklinghausen abgesagt

Coronavirus

Andere Städte haben es reihenweise vorgemacht, nun hat Recklinghausen nachgezogen: In der Altstadt wird es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben.

Recklinghausen

28.10.2020, 12:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stimmungsvolles Ambiente gab es im vergangenen Jahr auf dem Weihnachtsmarkt. 2020 fällt das adventliche Treiben der Corona-Pandemie zum Opfer.

Stimmungsvolles Ambiente gab es im vergangenen Jahr auf dem Weihnachtsmarkt. 2020 fällt das adventliche Treiben der Corona-Pandemie zum Opfer. © Jörg Gutzwit (A)

Grund ist die Corona-Pandemie mit steigenden Infektionszahlen.

Schausteller hatten bis zuletzt gehofft

Die Schausteller trifft die Absage wohl am härtesten. Sie hatten bis zuletzt gehofft, auf dem Weihnachtsmarkt wenigstens einen Teil ihrer Umsatzverluste von 2020 (etwa durch den Ausfall der Palmkirmes) auszugleichen. Richard Abendroth, Vorsitzender des Schaustellervereins, trägt die Entscheidung indes mit Fassung: „Der Wunschtraum, dass der Weihnachtsmarkt noch stattfindet, war für unsere Branche wie ein Rettungsanker. Von Woche zu Woche wurde dieser Traum durch die steigenden Zahlen aber mehr und mehr zerstört. Wir akzeptieren die Entscheidung. Die Gesundheit geht in letzter Instanz vor.“

Bürgermeister Christoph Tesche bedauerte die Entscheidung, die die Stadt gemeinsam mit der Arena Recklinghausen GmbH getroffen hatte. Aber: „Letztlich macht die aktuelle Entwicklung die Durchführung eines Marktes, den die Bürgerinnen und Bürger auch mit Freude und der nötigen Sicherheit besuchen, aus unserer Sicht aber unmöglich. Eine Absage war unser aller Sicht leider unumgänglich.“

Kleines Trostpflaster

Kleines Trostpflaster: Mit adventlicher Beleuchtung und anderem Schmuck will die Verwaltung wieder weihnachtliches Flair in die Altstadt von Recklinghausen bringen. Außerdem werde die Möglichkeit geprüft, Schaustellern zumindest an einzelnen Stellen in der Altstadt die Erlaubnis zu erteilen, Verkaufsbuden aufzustellen. Das Stadtkomitee der Katholiken hat außerdem signalisiert, auch 2020 die „Hütte der guten Taten“ aufbauen zu wollen.