Weil der Name geschützt ist: Ärger um „Ballermann“-Wahlplakat der Düsseldorfer FDP

Kommunalwahl

Die Düsseldorfer FDP hat Ärger wegen eines „Ballermann“-Slogans auf ihrem Wahlplakat. Der Begriff ist rechtlich geschützt. Ein Geschäftsmann verdient damit seit Jahren viel Geld.

Düsseldorf

02.08.2020, 09:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die FDP-Bundestagsabgeordnete Agnes Strack-Zimmermann kandidiert um den Posten der Oberbürgermeisterin in Düsseldorf.

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Agnes Strack-Zimmermann kandidiert um den Posten der Oberbürgermeisterin in Düsseldorf. © picture alliance / Peter Steffen

Sechs Wochen vor der Kommunalwahl hat die FDP in Düsseldorf Ärger wegen eines gerade erst vorgestellten „Ballermann“-Slogans - denn der Begriff ist rechtlich geschützt. Auf einem Wahlplakat mit dem Bild der OB-Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sind die Worte „Szene: Ja, Ballermann: Nein“ zu lesen. Auf die Nutzung des geschützten Namens wollen die Liberalen nun verzichten, sagte ein FDP-Sprecher am Samstag.

Dazu waren sie unter Androhung rechtlicher Schritte aufgefordert worden, wie zuerst die „Westdeutsche Zeitung“ (WZ) berichtet hatte. Laut WZ-Bericht hatte sich der Geschäftsmann André Engelhardt den Namen „Ballermann“ schon vor einigen Jahren schützen lassen. Er gehe gegen jeden vor, der ihn ohne seine Erlaubnis nutze. Auch die FDP habe er zur Unterlassung aufgefordert und schriftlich mitgeteilt, dass er rechtliche Schritte prüfen lasse.

Düsseldorfer besorgt über Zustände in der Altstadt

Laut Medienberichten verdient Engelhardt Millionen mit der Marke „Ballermann“. Nach Angaben der FDP waren Plakate mit dem gerügten Schriftzug noch nicht aufgehängt. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Strack-Zimmermann sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, dass viele Düsseldorfer besorgt seien wegen der Zustände in der Altstadt in den Wochenendnächten. Sie sprach von „großen Menschenmassen auf engem Raum, zu viel Alkohol und einer wachsenden Bereitschaft zur Gewalt.“

Damit wolle sie sich nicht abfinden, betonte die Oberbürgermeister-Kandidatin. „Mir ist es egal, wie man das nennt.“ Wenn die FDP in der Diskussion über das Thema das „B-Wort“ nicht verwenden dürfe, „dann sprechen wir eben noch mehr über unsere Lösungen“. Dazu gehörten eine bessere Vernetzung mit der Landespolizei und „ein konsequentes Durchgreifen.“

dpa

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